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Manfred Mölgg beim Weltcup-Opening in Sölden 2016

Manfred Mölgg: „Der Steilhang in Sölden ist immer steil“

Die neue Skiweltcup-Saison steht vor der Tür, am Wochenende fällt der Startschuss mit dem traditionellen Riesentorlauf auf dem Rettenbach-Ferner in Sölden im Ötztal. Die Damen starten am Samstag in den Olympiawinter, die Herren folgen am Sonntag. Den letzten Podestplatz aus Südtiroler Sicht schaffte vor fünf Jahren der Enneberger Manfred Mölgg, 2012 wurde er Zweiter hinter Marcel Hirscher. Sportnews hat sich mit dem 35-Jährigen zum Interview getroffen.


Sportnews: Erfolge der Skifahrer werden bekanntlich im Sommer gemacht, wie war die Saisonvorbereitung?
Manfred Mölgg: Die Vorbereitung ist sehr gut gelaufen. Wir haben gut trainiert, vor allem im Riesentorlauf bin ich zufrieden. Im Slalom habe ich noch einiges nachzuholen, aber bis Levi (12. Dezember)klappt das.


SN: Eine Änderungin diesem Jahr ist das neue Material im Riesentorlauf, bei den Herren wurde der Kurvenradius der Skier von 35 auf 30 Meter gekürzt.Wie ist die Umstellung gelaufen, ist der Unterschied beim Skifahren spürbar?
Mölgg: Ja, man merkt den Unterschied schon. Vor allem die ersten Tage war es „anders“, weil die Skier durch den kürzeren Radius aggressiver sind. Aber inzwischen bin ich das neue Material gewohnt und mir gefällt´s. Es ist zwar nicht so wie vor demJahr 2012, mit den 27 Meter Radius, aber ein guter Kompromiss.


SN: Am Sonntag steht in Sölden der Riesentorlauf der Herren auf dem Programm. Alle fiebern dem ersten Rennen entgegen. Spüren Sie schon das „Rennfieber“?
Mölgg: Sölden ist immer eine schöne Piste. Und das erste Mal seit ich in Sölden dabei bin - seit 2003 -konnte ich die Woche vorher auf dem Hang trainieren. Das ist sicher kein Nachteil.


SN: Das sind gute Voraussetzungen, und wie sind die Schneeverhältnisse?
Mölgg: Die Piste war vorige Woche sehr gut, allerdings war der Schnee etwas weich. Ich hoffe dass zum Rennen hin die Piste noch vereist wird.


SN: Es heißt, die Piste wurde etwas mehr Richtung Seilbahn verlegt, dadurch wäre die Zieleinfahrt nicht mehr so flach.

Mölgg: Auch wenn immer alle viel über das „Neue“ in Sölden reden, Fakt ist: Der Steilhang ist immer steil, das Flachstück zum Ziel hinaus ist immer flach. Eine Schlüsselstelle ist diesmal aber dieWelle am Ende desSteilhangs;wer die gut fährt nimmt viel Speed mit ins Ziel.


SN: 2018 finden die Olympischen Spiele statt. Das ist für jeden Athleten das Saisonziel, trotzdem sind ja auch die Weltcuprennen wichtig. Ihr Saisonziel?
Mölgg: Prognosen mag ich nicht. Aber ich bin körperlich fit, habe keine Schmerzen. Mein Ziel ist einfach, im Riesentorlauf an meine Leistungen von vor fünf Jahren anzuknöpfen. Im Training läuft´s gut. Und wenn´s im Training läuft, dann läuft es auch im Rennen. (lacht).

SN: Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute.



Das Programm in Sölden:
Samstag, 28. Oktober, Riesentorlauf Damen (10/13 Uhr)
Sonntag, 29. Oktober, Riesentorlauf Herren (10/13 Uhr)


Autor: sportnews

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