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Der Daumen ist oben: Manuela Mölgg ist in grandioser Form (Pentaphoto) Umjubelt von ihren Teamkollegen feiert Mölgg... ... ihren bereits dritten Podestplatz in dieser Saison (Pentaphoto)

Manuela Mölggs Märchen: Von wegen Ski-Omi

Auslaufmodell? Ski-Omi? Von wegen. Manuela Mölgg erlebt im Alter von 34 Jahren ihren zweiten sportlichen Frühling. Die Dame aus St. Vigil heimste am Dienstag ihren dritten Podestplatz im dritten Riesentorlauf der Saison ein und wird ihrem Ruf als Phänomen ein weiteres Mal gerecht.

Phänomen deshalb, da Mölgg vor einem Jahr auf niemandes Rechnung mehr stand – wohl auch nicht auf ihrer eigenen. Ihr letzter Podestplatz lag da 2184 Tage oder knapp sechs Jahre zurück, logischerweise machten sichRücktrittsgedankenbreit. Doch dann preschte sie am 27. Dezember 2016 auf ihrer Lieblingspiste am Semmering sensationell aufs Podest vor, wurde Dritte und erkannte: „Ich kann es noch.“

Heute, also knapp ein Jahr danach, wird klar: Manu Mölgg erlebt ihren zweiten sportlichen Frühling. So gut wie heuer war sie in ihrer Karriere bis zu diesem Zeitpunkt noch nie. In den Saisonen 2007/08 und 2008/09 fuhr sie zwar ebenfalls drei Mal aufs Podest, allerdings immer verteilt auf den gesamten Winter.

In Courchevel hat die älteste Athletin des Feldesam Dienstag ihr jüngstes Husarenstück bewerkstelligt: Im Riesentorlauf lag Mölgg bei schwierigen Pistenbedingungen zur Halbzeit auf Rang drei und brachte das Ding in der Entscheidung im Stile eines alten Hasen ins Ziel. „Endlich habe ich die Konstanz gefunden, die mir in Vergangenheit immer wieder gefehlt hat“, so die Ennebergerin. Und das, obwohl sie am Dienstag mit starken Rückenschmerzen zu kämpfen hatte. „Doch dank Massagen und des Aufwärmprogramms ist es doch gut gegangen“, erklärt Mölgg, die gleichzeitig auch eine Botschaft an ihren Bruder Manfred schickte: „Ich hoffe, dass er in den Slaloms vom Jänner wieder auftrumpft.“ Dann wäre das Mölgg-Märchen wohl endgültig perfekt.



SN/td

Autor: sportnews

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