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Mikaela Shiffrin ließ sich bei ihrem Heimrennen feiern. © APA/getty / TOM PENNINGTON

„Mehr Show geht nicht“: Die Tränen der Mikaela Shiffrin

Ausnahme-Skirennfahrerin Mikaela Shiffrin hat am Sonntag zum fünften Mal ihren Heimslalom im US-amerikanischen Killington gewonnen und gleichzeitig einen Rekord von Ingemar Stenmark eingestellt. Nach dem Rennen brach sie in Tränen aus.

Die zweimalige Olympiasiegerin setzte sich am Sonntag vor ihrer großen Konkurrentin Petra Vlhova (+0,75 Sekunden) und Wendy Holdener aus der Schweiz (+0,83) durch. „Es war ein großer Kampf. Ich habe die Zuschauer gehört“, sagte Shiffrin unter Tränen, nachdem sie von ihren jubelnden Fans die Piste hinabgepeitscht worden war.


Die langjährige Ski-Dominatorin bejubelte in Killington ihren insgesamt 71. Weltcup-Erfolg, den zweiten in dieser Saison nach dem Triumph in Sölden. „Mehr Show geht fast nicht. Ich weiß wirklich nicht, ob ich noch schneller Slalom fahren kann“, sagte die strahlende Siegerin.

„Man hat lange geglaubt, man kann Ingemar überhaupt nicht besiegen, also ist das schon cool.“ Mikaela Shiffrin

Für Shiffrin war es der 46. Sieg im Slalom. So viele in einer Disziplin hat nur Ingemar Stenmark im Riesentorlauf errungen. „Ich wusste nicht, dass ich damit mit Ingemar Stenmark gleichziehe. Es ist kaum zu glauben, wenn man überlegt, was in meiner Karriere alles passiert ist. Man hat lange geglaubt, man kann Ingemar überhaupt nicht besiegen, also ist das schon cool“, sagte die 26-Jährige im ORF-TV.

Mikaela Shiffrin war nach dem Rennen sehr aufgewühlt. © APA/getty / TOM PENNINGTON

Nachdem sie im Ziel abgeschwungen hatte, ließ sie sich vom Publikum feiern. Als dann die zur Halbzeit führende Vlhova, die beide Slaloms in Levi gewonnen hatte, einen Riesenfehler machte und sich hinter ihr einreihte, brach Shiffrin in Tränen aus. „Es sind große Emotionen. Es ist immer die Frage, ob ich schnell genug fahre, ohne einen großen Fehler zu machen und zu gewinnen. Heute hat Petra den großen Fehler gemacht. Aber es ist eng, es wird die ganze Saison so weitergehen.“
Sie denkt an die Familie
Es sei aufregend und viel Druck, wenn man zu Hause fahre. „Dieses Rennen bedeutet mir sehr viel. Ich hatte hier sehr viele spezielle Momente erlebt, mit meiner Familie, mit Menschen, die jetzt vielleicht nicht mehr da sind.“ Vater und Oma, die bei ihrem ersten Erfolg in Killington dabei waren, sind nun nicht mehr am Leben.

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