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Nach der Zieleinfahrt griff sich Odermatt ans Knie. © ANSA / ANDREA SOLERO

Nach Alta-Badia-Schock: Aufatmen bei Odermatt

Beim Riesentorlauf in Alta Badia stockte den Schweizer Ski-Fans der Atem, als sich Supertalent Marco Odermatt nach seiner Zieleinfahrt ans Knie griff und später mit einer Trage abtransportiert werden musste. Die schlimmsten Befürchtungen haben sich aber nicht bewahrheitet.

Odermatt verdrehte sich am Sonntag im zweiten Lauf bei der Einfahrt in den Zielhang ohne zu stürzen das betroffene Knie. Er beendete das Rennen als Fünfter, musste danach aber auf einer Trage aus dem Zielraum gebracht werden. Nach einer ersten Untersuchung durch die Teamärzte im Hotel reiste er vorzeitig in die Schweiz zurück, wo er untersucht wurde. Die schlimmste Befürchtung, ein Kreuzbandriss, bewahrheitete sich nicht. Dafür hat sich der fünffache Junioren-Weltmeister einen Meniskusriss zugezogen.

Gestützt und später auf einer Trage musste Odermatt aus dem Zielraum gebracht werden. © APA/afp / ALBERTO PIZZOLI


Für Marco Odermatt ist es in der noch jungen Karriere schon die dritte Knieverletzung. Anfang 2017 hatte er sich einen Meniskusschaden im linken Knie zugezogen, Ende der letzten Saison eine Läsion des Außenmeniskus am rechten Knie. Nun folgte also ein Meniskusriss. Noch am Montag wurde der 22-Jährige operiert, wobei ihm ein Teil des Außenmeniskus arthroskopisch entfernt.
Rückkehr in dieser Saison wahrscheinlich
Wann Odermatt zurückkommen wird, ist noch nicht klar. Die Verantwortlichen von Swiss-Ski sind „zuversichtlich, dass er diesen Winter noch ins Renngeschehen wieder einsteigen kann.“ Trotzdem ein harter Schlag für die Schweizer, die nun auf ihren besten Punktelieferanten verzichten müssen. Nach zwei Podestplätzen im Riesentorlauf im letzten Winter feierte der fünffache Junioren-Weltmeister von 2018 Anfang Dezember im Super-G von Beaver Creek seinen ersten Weltcupsieg. In den Riesentorläufen von Sölden und Alta Badia lag er nach dem ersten Lauf jeweils auf einem Podestplatz.

Autor: apa/det

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