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Strand und Surfbrett statt Schnee und Skier. © Social Media

Nach einer düsteren Zeit: Ski-Hoffnung kann wieder lächeln

Ein norwegisches Ski-Talent hat eine extrem schwierige Zeit durchlebt. Mittlerweile ist das Lächeln aber zurückgekehrt.

Bei diesen Bildern läuft es einem kalt den Rücken hinunter. Auch wenn die Szenen mittlerweile schon knapp anderthalb Jahre her sind. Am 28. Februar 2021 war die junge Norwegerin Kajsa Vickhoff Lie im Super-G im Fassatal mit Vollspeed unterwegs, als sie zu Sturz kam und sich übelst das Bein verdrehte. Sie erlitt einen offenen Bruch und verletzte sich zudem am Knie. Ihre Schmerzensschreie waren sogar im TV zu hören.


Mittlerweile befindet sich die Ski-Hoffnung, die vor wenigen Tagen ihren 24. Geburtstag gefeiert hat, auf einem guten Weg. Sie kann wieder Skifahren und will im kommenden Winter voll angreifen. Doch die Monate, die der Youngster nach der Verletzung erlebt hat, waren alles andere als einfach.

Komplizierter als gedacht
Die Reha hat nämlich viel länger gedauert, als zunächst angenommen. Zuerst dachte Vickhoff Lie, dass sie nach sechs Monaten wieder Skifahren kann. Dafür tat sie alles, denn ihr großes Ziel waren die Olympischen Spiele 2022. Doch das Bein heilte nicht so, wie vorgesehen. Das angepeilte Comeback im August verschob sich immer weiter nach hinten, bis die Speed-Spezialistin schließlich einsehen musste: Für Olympia reicht es nicht. Die Schmerzen waren einfach zu groß.

Im Fassatal kam Vickhoff Lie schwer zu Sturz. © ANSA / ANDREA SOLERO


Ein sehr harter Schlag für Vickhoff Lie, der dieses Eingeständnis vor allem mental einen Knick gab. „Alle meine Teamkollegen fahren zu Olympia, was mein großer Traum ist. Und ich kann nicht mit. Zu Hause rumliegen und mich entspannen, das schaffte ich einfach nicht. Ich musste weg“, so die Norwegerin gegenüber der norwegischen Nachrichtenseite dagbladet. Während ihre Mannschaft also nach Peking gereist ist, packte Vickhoff Lie ihre sieben Sachen und flog nach Sri Lanka.
Indischer Ozean statt Olympia
„Ich habe gehört, dass es in Peking richtig strenge Corona-Restriktionen gab. Also ging es für mich darum, einen Ort zu finden, an dem ich es alleine wahnsinnig cool haben könnte. Dann bin ich nach Sri Lanka, habe zwei Wochen gesurft und die Wärme genossen, während die anderen in Peking eingesperrt waren“, erklärt die junge Skifahrerin, die bisher ein Weltcuppodest erklommen hat.

In Sri Lanka kam Vickhoff Lie auf andere Gedanken.


In den warmen Gefilden des indischen Ozeans konnte Vickhoff Lie ihre schwere Verletzung und die Reha komplett ausblenden. „Wenn du jeden Tag zur Reha gehst, die ganze Zeit über dein Bein sprichst und versuchen musst, Dinge zu tun, die dir Schmerzen bereiten, wirst du ständig daran erinnert, dass du verletzt bist. Das macht keinen Spaß.“ Im Urlaubsparadies hat es ihr vor allem das Surfen angetan, wie zahlreiche Schnappschüsse auf Social Media beweisen.
„Mir ist eine Last von 100 Kilogramm von den Schultern abgefallen.“ Kaisa Vickhoff Lie

Im April dieses Jahres folgte schließlich das Comeback auf Skiern – ohne jegliche Schmerzen, wie Vickhoff Lie versichert. „Mir ist eine Last von 100 Kilogramm von den Schultern abgefallen“, schmunzelt die sympathische Skandinavierin, die im kommenden Winter wieder voll angreifen will.

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