L Ski Alpin

Kann endlich wieder strahlen: Ragnhild Mowinckel. © ANSA / PETER SCHNEIDER

Nach Verletzungen: Norwegens Ski-Star wieder glücklich

Es war ein langer Leidensweg, den sie durchschreiten musste. Doch nun scheint die norwegische Speed-Queen wieder ihren Rhythmus gefunden zu haben. Ihre Verletzungspause und das darauffolgende Tief sind nunmehr Vergangenheit.

Ragnhild Mowinckel ist wieder die Alte. Mit ihrem zweiten Platz beim Super G in Val d'Isère hat sich die Norwegerin eindrucksvoll zurückgemeldet. Zwar musste sie sich der kaum einzuholenden Sofia Goggia am Sonntag geschlagen geben, ihrem Lächeln auf dem Podest zufolge war sie aber die große Gewinnerin.


Bereits in St. Moritz konnte die 29-Jährige mit einem starken vierten Platz im Super G aufzeigen, ihr erstes Podium seit Februar 2019 schmeckt aber natürlich deutlich besser. In den vergangenen beiden Jahren musste Mowinckel nach ihrem kometenhaften Aufstieg einige Rückschläge hinnehmen und verarbeiten – konnte aber auch an ihnen wachsen.

Das Kreuz mit den Bändern
Beim Weltcupfinale von Soldeu im März 2019 kam Mowinckel nach einem Sprung zu Sturz und zog sich dabei neben einer Meniskusverletzung auch noch einen Kreuzbandriss zu. Damit war ihrem Triumphzug der vergangenen 13 Monate ein abruptes Ende gesetzt worden. Sechs Podien und zweimal Silber bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang standen der Norwegerin bis dahin zu Buche. Nun stand eine beschwerliche Rückkehr auf die Piste an.

Ein Unglück kommt selten allein. © ANSA / PETER SCHNEIDER

Acht Monate später riss sie sich beim Training in der Heimat tragischerweise erneut das Kreuzband. „Auf mich wartet eine neue Runde aus Geduld, Schweiß und Tränen“, gab sie sich hinsichtlich der weiteren Bewährungsprobe kämpferisch.
Mowinckels langer Weg nach oben
Nachdem sie sich in der vergangenen Saison langsam in ihrem Rhythmus eingefunden hatte, aber nicht mehr an ihre Spitzenleistungen von zuvor anknüpfen konnte, steht sie nun erstmals seit 34 Monaten wieder auf dem Podest. „Ich war endlich wieder ich selbst und habe gespürt, dass ich wieder attackieren kann, meine beste Leistung abrufen kann“, erzählt Mowinckel nach dem Super G. „Ich bin zurück und kann sagen, dass es wunderschön ist, mit den anderen Mädels auf dem Podium zu stehen.“

Angesichts der im Februar 2022 anstehenden Olympischen Spiele scheint Mowinckel wieder rechtzeitig in Form zu sein. Mit Sicherheit wird sie dort ihren Erfolg von 2018 wiederholen wollen – und ihre Rückkehr möglichst auch vergolden.

Empfehlungen

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben.
Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen Sie Ihre Daten: Die Eingabe von Adresse, Ort, PLZ & Telefon ist verpflichtend, um einen Kommentar absenden zu können.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2022 First Avenue GmbH