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Fader Beigeschmack: Nicol Schmidhofer (rechts) und der ÖSV fühlen sich um einen Podestplatz betrogen. © APA/afp / FABRICE COFFRINI

Österreich zweifelt an FIS-Zeitnahme: Schmidhofer doch schneller?

Das Chaos in Crans Montana geht weiter. Bei der Abfahrt streikte die Zeitnahme, jetzt wittert der Österreichische Skiverband einen Betrug.

„Ich fühle mich um einen Podestplatz betrogen“, sagte Nicol Schmidhofer am Sonntagvormittag im ORF-Interview. Die Österreicherin hatte bei der Crans-Montana-Abfahrt am Samstag den vierten Platz belegt, obwohl sie zunächst auf dem dritten Rang gerankt wurde.

Doch weil die Zeitnahme der Firma „Longines“ nicht funktionierte, mussten alle Laufzeiten durch die Handzeitstoppung überprüft werden. Das Resultat: Schmidhofer soll langsamer als Lara Gut-Behrami gewesen sein. Deshalb wurde die Gesamtführende im Abfahrtsweltcup nach hinten geschoben.

ÖSV wittert Betrug

Doch schon am Samstagabend legte der ÖSV Protest gegen die Wertung der Abfahrt ein. Die TV-Bilder des ORF hatten nämlich ergeben, dass Schmidhofer sogar die Zweitschnellste gewesen sein soll. ORF-Bildtechniker hatten die Fahrt der Österreicherin mit jener der Zweitplatzierten Joana Hählen verglichen und festgestellt, dass Schmidhofer früher als die Schweizerin die Ziellinie überquerte.

ÖSV-Cheftrainer Jürgen Kriechbaum verlangte in der Folge eine Erklärung von der FIS, doch der internationale Skiverband blockte ab. Im TV-Interview am Sonntag erklärte die FIS, dass man der Handzeitnahme vertraue und die TV-Bilder nicht synchron seien.

Autor: cst

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