L Ski Alpin

Gute Ausgangslage für Tonetti nach dem Kombi-Super-G © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Riccardo Tonetti in Lauerstellung nach dem Super-G in Bansko

Teil eins der alpinen Kombination in Bansko (BUL) ist vorbei, nach dem Super-G führt der Schweizer Mauro Caviezel, bester „Azzurro“ ist Riccardo Tonetti auf Platz 5. Für heftige Diskussionen sorgt jedoch der Zielsprung auf der „Marc Girardelli-Piste“.

Mauro Caviezel ist ein Super-G-Spezialist, der 30-Jährige stand zu Beginn dieser Saison in Lake Louise (CAN) und Beaver Creek (USA) auf dem Podest. Mit einem Rückstand von 0,06 Sekunden folgt Vize-Weltmeister Vincent Kriechmayr (AUT) auf Rang 2, vor Alexis Pinturault (FRA). Der Kombi-Weltmeister hat somit bereits vor dem entscheidenden Slalomdurchgang eine Hand an der Kombi-Kugel, denn der Führende in der Disziplinenwertung, Marco Schwarz (AUT), verletzte sich beim Zielsprung am linken Knie und kann im Slalom am Nachmittag nicht an den Start gehen.

Eine gute Ausgangslage im Slalom hat Riccardo Tonetti, der Bozner zeigte als 5. eine starke Leistung im Super-G. Weltmeister Dominik Paris und Christof Innerhofer liegen zur Halbzeit auf den Plätzen 11 und 12, unmittelbar vor Marcel Hirscher (AUT), der 1,67 Sekunden Rückstand auf Sieganwärter Pinturault hat. Ob Paris und Innerhofer den Slalom am Nachmittag bestreiten werden, ist noch unklar. Beide könnten den Kombi-Super-G lediglich als Trainingsfahrt für den Super-G am Samstag genutzt haben.

Katastrophaler Zielsprung

Der mit Schnee aufgehäufte Zielsprung in Bansko bereitete vor allem den Läufern mit den niedrigen Startnummern Schwierigkeiten. „Das ist ein richtiger Klatscher, wo du aus 3 Metern Höhe mit voller Wucht auf der Strecke aufschlägst“, erklärte Matthias Mayer (AUT) nach seinem Ausfall im ORF-Interview. Mit schmerzverzerrtem Gesicht erreichte der Sieger der Wengen-Kombi, Marco Schwarz, die Zielline. Der Österreicher wurde bei der Landung nach dem Zielsprung nach hinten gedrückt, konnte sich mit letzter Kraft aber retten. Nach der Untersuchung im Zielraum musste der 23-Jährige seinen Start im Slalom am Nachmittag verletzungsbedingt absagen. Schwarz wird noch am Freitag nach Österreich zurückfliegen und sich im Krankenhaus untersuchen lassen. Warum die FIS den Zielsprung so fahrlässig gebaut hat, wird wohl ein Rätsel bleiben und für ein paar heftige Diskussionen sorgen.

Der entscheidende Slalomdurchgang beginnt um 13 Uhr.


Der Zwischenstand:

Autor: zor

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