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Skifahren im Schatten der Gams: Christof Innerhofer 2017 auf der Streif. (Foto: APA) Stammgast bei den Hahnenkamm-Rennen: Arnold Schwarzenegger. (Foto: APA) Die Gams fest im Griff: Valentin Giraud Moine, Dominik Paris und Johan Clarey. (Foto: APA)

Sechs Gründe, warum Kitzbühel das beste Skirennen der Welt ist

Im Skizirkus der Herren geht es Schlag auf Schlag. Nach dem längsten Abfahrtsrennen der Welt in Wengen, steht jetzt das schwierigste bevor: Kitzbühel.

Kitzbühel ist kein normaler Weltcup-Ort. Seit Wochen fiebern Fans und Athleten auf das Hahnenkamm-Wochenende hin. Verständlich, denn in Kitzbühel steht mehr auf dem Spiel als Sieg und Niederlage. Es geht um Prestige, Mut und viel Geld. Sechs Gründe, warum das Kitzbühel-Wochenende das Beste im Weltcup-Zirkus ist.


1. Der Mythos Streif: Ewiger Respekt und eine Gondel

Beaver Creek ist brutal eisig, Gröden ist schlagig, die Stelvio-Piste in Bormio ist unglaublich steil und Wengen ist extrem lang. Kitzbühel aber ist alles in einem – und noch mehr. Alle sind sich einig: Die Hahnenkamm-Abfahrt ist das extremste Rennen, das es im alpinen Skizirkus gibt. Mehr noch: Die Streif umgibt ein Mythos. Wer hier gewinnt, dem ist nicht nur eine Gondel mit seinem Namen sicher, sondern auch der ewige Respekt tausender Skibegeisterter.


2. Die Hausbergkante: Das Wahrzeichen der Gamsstadt

Kommt man nach Kitzbühel, dann ist sie das Erste, was man sieht. Die Hausbergkante thront wie ein Monument über der Gamsstadt. Und sie ist gefürchtet. Zuletzt erwischte es 2016 die beiden Österreicher Georg Streitberger, Hannes Reichelt und Aksel Lund Svindal, im Vorjahr folgte Beat Feuz - alle vier, absolute Weltklasse-Skifahrer. Trotzdem: Wer in Kitzbühel gewinnen will, muss beim Red-Bull-Bogen an der Hausbergkante voll attackieren. Ansonsten geht die Traverse in die Hose und die Zeit ist dahin.


3. Das Preisgeld: 74.000 Euro für einen Weltcupsieg

In Kitzbühel zu gewinnen, das lohnt sich. Insgesamt 550.000 Euro an Preisgeldern werden am Weltcup-Wochenende ausgeschüttet. Dabei werden Abfahrt- und Slalomsieg gleichberechtig bezahlt. Für die jeweils Erstplatzierten gibt es 74.000 Euro. Der Zweite kriegt 37.000 Euro, Platz drei wird mit 18.500 Euro belohnt – brutto allerdings. Der Super-G ist weniger lukrativ. Aber auch hier erhält der Sieger noch immer 55.500 Euro. Nicht übel, oder?


4. Der Glamour-Faktor: Freigetränke vom Abfahrtssieger

Kitzbühel, das ist auch der Skiort der Schönen und Reichen. Wer etwas auf sich hält – und das nötige Kleingeld in der Hosentasche hat – ist bei der legendären Weißwurstparty im Stanglwirt dabei. Arnold Schwarzenegger oder Niki Lauda sind Stammgäste und auch sonst trifft sich alles, was Rang und Namen hat beim Hahnenkamm-Weltcup-Wochenende. Übrigens: Der Abfahrtssieger steht am Samstagabend öfters im Pub „The Londoner“ hinter der Theke – Freigetränke sind garantiert.


5. Die Zuschauer: Käsefondue & teures Dosenbier

Bis zu 100.000 Skifans pilgern jedes Jahr zu den Hahnenkamm-Rennen. Vor allem die Abfahrt, mit bis zu 45.000 Zuschauern, ist ein Publikumsmagnet. Dabei lassen sich die Fans einiges einfallen: von Live-Bands, über Plüsch-Einhörner bis hin zu Schweizer Käsefondue – auf den Zuschauerplätzen ist immer einiges los. Und wenn den Bierständen dann irgendwann der Nachschub ausgeht, werden die begehrten Dosenbier-Paletten hoch gehandelt. Unter 90 Euro pro Palette geht dann nichts mehr. Aber was solls, Kitzbühel ist nur einmal im Jahr.


6. Die goldene Gams: Der Henkelpott für Skifahrer

Was für Fußballer der Champions-League-Henkelpott ist, ist für einen Skifahrer die goldene Kitzbühel-Gams. Zumal bei keinem anderen Weltcup-Rennen die Siegerehrung so zelebriert wird, wie in Kitzbühel. Am Samstagabend aufdem Balkon zu stehen und, vor laufenden TV-Kameras, von tausenden Fans bejubelt zu werden – ein ganz spezielles Gefühl, das die Hahnenkamm-Rennen noch spezieller macht.


SN/cst

Autor: sportnews

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