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Feierte seinen ersten Weltcupsieg: Josef Ferstl. (Foto: Facebook)

Sensationssieg beim Super-G in Gröden

Die Sensation in Gröden ist perfekt. Der Deutsche Josef Ferstl gewinnt den Super-G, der nach 38 Läufern abgebrochen werden musste. Die Südtiroler haben weniger zu feiern.

Der Bayer Josef Ferstl legte mit Startnummer zwei einen fulminanten Lauf hin und liegt seitdem in Führung. Bisher steht für den Deutschen ein fünfter Platz in Santa Caterina als bestes Weltcup-Resultat zu Buche. Überhaupt kam Ferstl, der in Vergangenheit immer wieder mit schweren Verletzungen zu kämpfen hatte, erst dreimal in die Top-10. Auch wenn Ferstl schon in den Abfahrtstrainings gute Leistungen gezeigt hat, ist sein Erfolg eine Sensation.


Franz knapp geschlagen, Mayer auf Platz drei

Dass sich ein Österreicher einem Deutschen geschlagen geben muss, kommt beim Skifahren höchst selten vor. Wenn, dann schaffte es der Technik-Spezialist Felix Neureuther. In den schnellen Disziplinen kommt das so gut wie nie vor. Heute war es aber so weit. Max Franz, der im Vorjahr die Abfahrt auf der Saslong gewonnen hat, kam Ferstl bisher am nächsten. Schlappe zwei Hundertstel fehlten dem Kärtner zum Sieg. Auf Platz drei landete mit Matthias Mayer, der einen groben Fehler machte, ein weiterer Österreicher.


Schlappe für die Südtiroler

Wie knapp die Abstände in Gröden sind, sieht man Beispiel von Peter Fill. Eine halbe Sekunde Rückstand reicht nicht für einen absoluten Spitzenplatz. Fill kam als Achter ins Ziel - eine gute, aber keine herausragene Platzierung. Ein Rennen zum Vergessen haben Christof Innerhofer und Dominik Paris hinter sich. Während Innerhofer ohne großen Fehler einen Rückstand von 1,86 Sekunden auf Ferstl aufriss, hatte Paris viel Pech mit der Sicht. Direkt nachdem der Ultner im Ziel war, wurde das Rennen aufgrund von Nebel unterbrochen.


Heel war heute nicht am Start

Werner Heel, der mit zwei fünften Plätzen in den Trainings aufhorchen ließ, war heute nicht am Start. Er konzentriert sich auf die morgige Abfahrt. Mit dem Malser Filip Platter wäre noch ein weiterer Südtiroler am Start gewesen. Allerdings fährt Platter nicht für das italienische, sondern für das schwedische Skiteam. Er wäre mit Startnummer 76 über die Saslong gegangen. Dazu kam es aber nicht, denn das Rennen musste nach 38 Läufern abgebrochen werden.


FIS-Weltcup in Gröden: Der Endstand

1. Josef Ferstl (GER) 1.35,28 Minuten
2. Max Franz (AUT) +0,02 Sekunden
3. Matthias Mayer (AUT) +0,10
4. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) +0,22
5. Vincent Kriechmayr (AUT) +0,30
6. Andreas Sander (GER) +0,38
7. Adrien Theaux (FRA) +0,39
8. Peter Fill (ITA/Kastelruth) +0,52
9. Aksel Lund Svindal (NOR) +0,60
10. Beat Feuz (SUI) +0,71

21. Dominik Paris (ITA/Ulten) +1,74
24. Christof Innerhofer (ITA/Gais) +1,86
31. Mattia Casse (ITA) +2,27


SN/cst

Autor: sportnews

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