L Ski Alpin

Zwei Granden unter sich: Petra Vlhova und Mikaela Shiffrin. © APA/afp / JOE KLAMAR

Shiffrins Triumph in Schladming reicht nicht

Auch wenn sich Mikaela Shiffrin beim Nachtslalom von Schladming mit einer beeindruckenden Fahrt zur Siegerin kürte, ging Petra Vlhova als die große Gewinnerin aus dem Rennen. Der zweite Rang der Slowakin glänzte nämlich kristallklar. Trotzdem war der Erfolg der US-Amerikanerin ein Fall für die Geschichtsbücher.

Auch im zweiten Durchgang von Schladming boten sich den Damen hervorragende Bedingungen. Diese wusste Mikaela Shiffrin am besten von allen Läuferinnen für sich zu nutzen. Die US-Amerikanerin untermauerte am mit Flutlicht beleuchteten Hang ihre Ambitionen und kehrte kurz vor den Olympischen Spielen in Peking an die Spitze zurück. Als Halbzeitfünfte vermochte sie den nachfolgenden Läuferinnen eine Mammutaufgabe aufzugeben. Wendy Holdener und Ali Nullmeyer, die sich ebenso in der Verlosung um den Sieg befunden hatten, fädelten jeweils ein. Shiffrins Sieg bedeutete am Ende aber auch eine Niederlage.


Petra Vlhova fixierte nämlich mit ihrem zweiten Platz (+0,15) den vorzeitigen Gewinn der kleinen Kristallkugel. Der Slowakin hatte aufgrund ihres großen Vorsprungs in der Disziplinenwertung vor dem Rennen bereits der silberne Rang gereicht. Die Deutsche Lena Dürr komplettierte das Podium (+0,93).

Drittes Kristall für Vlhova – Shiffrin übertrumpft Stenmark
Nach ihrem erstmaligen Kristall-Triumph in der Saison 2019/20 darf Vlhova nun ihre zweite kleine Kristallkugel bejubeln. Im vergangenen Jahr gelang der Slowakin der große Wurf, als sie sich den Gesamtweltcup sichern konnte. Kurz vor Olympia geht das Duell zwischen Vlhova und Shiffrin in die heiße Phase. Beide zeigen sich im Vorfeld von Peking in Topform.

Ihr Fabellauf reichte nicht aus: Mikaela Shiffrin. © APA/afp / JOE KLAMAR

Das Rennen war gleichzeitig auch ein Fall für die Geschichtsbücher. Mit ihrem 47. Sieg in ein und derselben Disziplin überflügelte Shiffrin den Allzeit-Rekord von Ingemar Stenmark. Dieser hatte einst 46 Siege im Riesenslalom errungen.

Mit Anita Gulli konnte sich auch eine Azzurra über Weltcuppunkte freuen. Die Turinerin hatte sich im ersten Lauf trotz der hohen Startnummer 53 durchgesetzt und sich letzten Endes den 23. Rang gesichert. Für Vera Tschurtschenthaler, die in Schladming ihr Comeback nach überstandener Corona-Infektion gefeiert hat, reichte es nur für Rang 49.





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