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Sofia Goggia herzt „ihre“ Kristallkugel. © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Sieg im Abfahrtsweltcup: Goggia tritt in Kostners Fußstapfen

16 Jahre lang musste sich Italiens Ski-Auswahl gedulden, jetzt hat Sofia Goggia den Bann gebrochen und erstmals wieder die kleine Kristallkugel der Abfahrtswertung gewonnen. Die Entscheidung hätte dabei kaum spannender ausfallen können.

Das Hundertstelduell zwischen Goggia und ihrer Dauerrivalin Lindsey Vonn, das bereits über die gesamte Saison für Brisanz sorgte, hat beim Weltcup-Finale in Are seinen passenden Abschluss gefunden. Die US-Amerikanerin gewann die Abfahrt mit sechs Hundertstel Vorsprung auf Goggia und ist dank ihres 82. Sieges nur noch vier Erfolge vom ewigen Rekord des Schweden Ingemar Stenmark entfernt. Glücklich konnte Vonn aber dennoch nicht sein, denn Goggia reichte der zweite Platz um ihre Führung in der Disziplinenwertung zu behaupten. Die italienische Olympiasiegerin schnappte sich um minimale drei Punkte den Sieg in der Abfahrts-Wertung. Besonders spannend wurde es, als Vonns Teamkollegin Alice McKennis eine Bombenzeit hinlegte, am Ende aber hinter Goggia Dritte wurde. Hätte sie die Lombardin verdrängt, wäre die Kugel an Vonn gegangen.

„Es hat sich ausgezahlt“

So aber schrieb Goggia ein neues Kapitel italienische Skisportgeschichte. Sie ist die erste „Azzurra“ seit Isolde Kostner, die einen Speed-Weltcup für sich entscheidet. Die Grödnerin holte sich 2001 und 2002 die Abfahrts-Kugel. „Ich bin wirklich übewältigt. Die letzten Tage waren nicht einfach, ich fühlte mich müde und musste nochmal die letzten Kraftreserven mobilisieren. Es hat sich aber ausgezahlt“, strahlte Goggia im Siegerinterview.

Schnarf verbucht bestes Abfahrtsergebnis


Neben Goggia durfte sich eine weitere Starterin im italienischen Team über eine starke Vorstellung freuen. Zwar hat es für Hanna Schnarf nicht für eine Podiumsplatzierung gereicht, doch mit Rang sechs fuhr sie ihr bestes Abfahrtsergebnis und gleichzeitig die achte Top-Ten-Platzierung in dieser Weltcupsaison ein. Die Olangerin, die besonders im unteren Streckenteil eine starke Fahrt hinlegte, lag am Ende nur 15 Hundertstel hinter der drittplatzierten McKennis.


Pos.NameZeit
1.Lindsey Vonn (USA)55,65 Sekunden
2.Sofia Goggia (ITA)+0,06
3.Alice McKennis (USA)+0,28
4.Viktoria Rebensburg (GER)+0,33
5.Jasmine Flury (SUI)+0,37
6.Johanna Schnarf (Olang/ITA)+0,43
7.Tina Weirather (LIE)+0,49
8.Breezy Johnson (USA)+0,56
9.Nicole Schmidhofer (AUT)+0,69
10.Nadia Fanchini (ITA)+0,71



Autor: fop

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