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So sieht ein Sieger aus: Manfred Mölgg nach seinem Zagreb-Triumph (Pentaphoto) Der Enneberger zeigte eine beeindruckende Vorstellung... ... und stand am Ende zurecht ganz oben (Fotos Pentaphoto)

Sieg! Manni Mölgg in Zagreb nicht zu schlagen

Verrücktes Rennen, schwierige Bedingungen – und am Ende ein strahlender Südtiroler Sieger. Der 34-jährige Manfred Mölgg feierte beim Slalom-Nachtspektakel in Zagreb in seinem 250. Weltcuprennen den dritten Sieg und beendete so eine fast achtjährige Durststrecke.

Wegen des starken Windes mussten die Läufer in Zagreb nicht nur Stehvermögen beweisen, sondern auch mit Adleraugen fahren, da die Sicht aufgrund des aufgewirbelten Schnees an vielen Passagen der Strecke eingeschränkt war. Manfred Mölgg, der zur Halbzeit auf Rang fünf lag,fand bei seinem zweiten Lauf verhältnismäßig gute Bedingungen vor – und zeigte, dass er zurzeit in einer bestechenden Form ist. Mit einer sauberen und besonders im Mittelteil sehr aggressiven Fahrt verdrängte er dank der Laufbestzeit den zwischenzeitlichen Führenden Felix Neureuther mit einem Respektvorsprungvon72 Hunderstelsekunden vom ersten Platz.

Danach musste Mölggnoch vier Mal zittern. Doch Hirscher (er hatte einen schwarzen Tag und fielzurück), Newcomer Mark Engel (nach dem sensationellen dritten Platz im ersten Durchgang mit Startnummer 45 schied er im zweiten aus), Julien Lizeroux (er bekam die schlechten Bedingungen sehr zu spüren) und der Halbzeitführende Manuel Feller (er fädelte bereits beim zweiten Tor ein) konnten Mölgg nicht mehr vom ersten Platz verdrängen.


Erster Sieg seit acht Jahren

Der dritte Sieg in Mölggs Karriere war Realität. Zuletzt stand der Ennebergerin Garmisch Partenkirchen am 2. Februar 2009 auf dem höchsten Treppchen. Seinen ersten Sieg feierte er2008 in Kranjska Gora. Heuer zeigte Mölggschon des Öfteren auf, dass er trotz seiner 34 Jahre noch lange nicht zum alten Eisen gehört. In Levi fuhr er auf Platz drei, in Madonna di Campiglio schrammte er nur knapp am Podiumvorbei. Am Donnerstagabend feierte Mölgg nicht nur den ersten italienischen Sieg der Saison, sondern kürte sich dadurch auch zum zweitältesten Slalomsieger der Weltcup-Geschichte.Nur Mario Matt war bei seinem letzten Sieg im Jahr 2013 älter.

Im Jubelrausch um Manfred Mölgg ging Riccardo Tonettis Platzierung etwas unter: Der Bozner preschtevom 30. Halbzeitrang auf den 17. Endplatz vor.


FIS Weltcup, Slalom in Zagreb, Endstand:
1. Manfred Mölgg (ITA/St. Vigil) 2.00,03
2. Felix Neureuther (GER) +0,72
3. Henrik Kristoffersen (NOR) +0,77
4. Daniel Yule (SUI) +0,99
5. Michael Matt (AUT) +1,31
6. Marcel Hirscher (AUT) +1,43
7. Dave Ryding (GBR) +1,55
8. Luca Ärni (SUI) +1,69
9. Julien Lizeroux (FRA) +1,88
10. Stefano Gross (ITA) +2,06

17. Riccardo Tonetti (ITA/Bozen) +2,69
u.a. ausgeschieden: Giuliano Razzoli (ITA)
nicht für den zweiten Durchgang qualifiziert: Patrick Thaler (ITA/Sarntal)


SN/td



Autor: sportnews