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Aleksander Aamodt Kilde arbeitet zurzeit an seinem Comeback. © APA/afp / FABRICE COFFRINI

Ski-Star Kilde und der neue Ansatz

Aleksander Aamodt Kilde ist für sein lockeres Auftreten, seine angenehme Art und nicht zuletzt auch für seine unglaubliche körperliche Verfassung bekannt. Nach einer turbulenten Saison wählt der letztjährige Gesamtweltcup-Sieger jetzt einen neuen Ansatz.

Die abgelaufene Saison des Aleksander Aamodt Kilde ist eine, die der 28-Jährige so schnell nicht vergessen wird. Sie begann mit einer Corona-Infektion („ich habe mich echt schlecht gefühlt, bekam Fieber, Muskelschmerzen und verlor meinen Geruchs- und Geschmackssinn“) setzte sich mit zwei Weltcup-Siegen in Gröden fantastisch fort, um wegen eines Kreuzbandrisses jäh zu enden. „Es war alles dabei, von wunderbar bis hin zu sehr schlecht“, sagt Kilde zum Sender TV2.


Als Folge der Berg- und Talfahrt, die Kilde durchleben musste, zog sich der Norweger Hilfe zurate, auf die er in seiner ganzen Karriere verzichtet hatte: Er holte sich die Hilfe eines Psychologen, um die Folgen seines Sturzes („es war sehr undramatisch, aber früher oder später musste es passieren“) und die Enttäuschung der verpassten Weltmeisterschaft in Cortina zu verarbeiten.

Noch besser werden
In seiner Wahlheimat Innsbruck, wo Kilde seit Kurzem ansässig ist, arbeitet der Mann aus Bærum also neulich mit einem Sportpsychologen zusammen. „Ich wollte es schon immer ausprobieren, habe aber keine Zeit dafür gehabt und dachte, dass ich es nicht brauche“, erzählt Kilde. Er glaubt, der Fokus auf den mentalen Aspekt kann ihn, gepaart mit dem physischen, zu einem besseren Sportler machen.

Die Arbeit mit dem Psychologen habe ihm geholfen, die WM-Enttäuschung besser wegzustecken – und positiv in die Zukunft zu blicken. In weniger als einem Jahr finden nämlich die Olympischen Spielen in Peking statt, die laut Kilde zum richtigen Zeitpunkt kommen. Aber nicht das olympisches Gold treibt ihn an. Kilde freut sich vor allem auf die Zeit mit seinen Freunden in der Nationalmannschaft. „Das motiviert mich, macht mir Freude. Ich muss Gas geben, um so schnell wie möglich zurück zu kommen“, meint der Speed-Spezialist abschließend.

Schlagwörter: Wintersport

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