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Österreichs Ski-Star Marcel Hirscher. © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Ski-Star Marcel Hirscher: „Ich kann heuer nur verlieren“

Im Juli hat Skistar Marcel Hirscher die Fortsetzung seiner Karriere verkündet. Jetzt kann er den Vergleich mit der Konkurrenz kaum noch erwarten. 37 Tage vor dem Saisonstart in Sölden sprach der 29-Jährige in Wien über den kommenden Winter – und nicht nur.

Sieben Mal in Folge hat Hirscher den Gesamtweltcup gewonnen, dazu alleine vergangenen Winter Olympia-Doppelgold sowie mit 13 Einzelsiegen die große Kristallkugel und jene für Riesentorlauf und Slalom geholt. Das ist jetzt aber alles Geschichte. Mittlerweile läuft der Countdown für den Saisonauftakt am 28. Oktober in Sölden, mit dem der WM-Winter 2018/19 beginnt. „Meine allerbeste Saison im letzten Jahr kann ich sicher nicht mehr toppen, weil keine Olympischen Spiele sind. Klar ist eine WM und ich werde auch nicht jedes Rennen gewinnen können. Ich kann eigentlich nur verlieren, aber ich stelle mich der Herausforderung“, so Hirscher.

Im Sommer trainierte Hirscher auf den Gletschern. © APA / EXPA/JFK

Die „magische 8“
Nach sieben Gesamtweltcup-Siegen in Folge dürfte die „magische 8“ das logische Ziel sein. Aber dies sei alles Spekulation. „Ich bin kein Fan des großen Vorausplanens. Es ist besser, sich auf die Kerndisziplinen zu fokussieren und darauf, wieder Rennen zu gewinnen. Wenn das gelingt, kann man mit Fortdauer der Saison schauen, ob man dort dabei ist, wo es um den Gesamt-Weltcup geht.“ Womöglich müsse aber auch mit zwei Siegen zufrieden sein. „Wichtig ist zu sehen, dass ich mithalten und eine Rolle spielen kann.“

Hirscher gewann zuletzt sieben Mal in Folge den Gesamtweltcup. © APA/afp / JONATHAN NACKSTRAND


Angesichts seiner Erfolge, der Heirat und der werdenden Vaterschaft ist der im kommenden März 30 Jahre alt werdende Hirscher „extrem entspannt“. „Ich habe meine Schäfchen im Trockenen, muss weder mir noch irgendwem beweisen, dass ich Ski fahren kann.“ Ob er noch einen oder mehrere Winter startet, ist offen. Er werde aber seine Karriere nicht verlängern, „nur weil ich noch gewinnen kann.“ Umgekehrt wolle er nicht so enden wie manche erfolgreiche Kollegen, die es am Ende nicht einmal mehr in den zweiten Durchgang schaffen. „So etwas bricht mir das Herz, da weine ich fast mit.“

Autor: apa/det

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