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Denkt von Rennen zu Rennen: Sofia Goggia. © APA/afp / FABRICE COFFRINI

Sofia Goggia über große Ziele – und Atalanta

Sofia Goggia steht nach nur wenigen Rennen voll im Mittelpunkt. Hinsichtlich der großen Titel in dieser Saison zählt die Speed-Queen natürlich zu den Favoritinnen. Während ihr der Start in den Weltcup mehr als nur gelungen ist, gilt der Blick auch den Höhepunkten des kommenden Jahres. Dabei zieht sie auch einen Vergleich zur Serie A.

Sechs Rennen, vier Podestplätze, davon dreimal ganz oben auf dem Treppchen. Sofia Goggia gilt es zurzeit im Alpinen Skiweltcup zu schlagen. Die Lombardin steht sowohl in der Abfahrt als auch im Super G an der Spitze der Disziplinenwertung und will ihre momentane Form am Ende natürlich auch in Zählbares verwandeln – und zwar in Kristallkugeln.


Dass sie mittlerweile wieder ganz oben steht, macht sie sichtlich stolz. Im Vorfeld der Heim-WM in Cortina hatte sich Goggia eine Fraktur des seitlichen Schienbeinkopfes eingehandelt und verpasste damit das Highlight der letzten Saison. Durch eine intensive Reha mit ihren Trainern Marcello Tavola und Flavio di Giorgio gelang ihr aber das Comeback. Auch wenn der Weg zurück keineswegs einfach war. „Ich weiß, dass es das Richtige für mich war. Aber irgendwann konnte ich es nicht mehr aushalten.“ Das Durchhalten hat sich jedoch offenbar ausgezahlt.

Der Vergleich mit Atalanta
Natürlich ist auch in einer Olympia-Saison die Wichtigkeit des Gesamtweltcups nicht zu vernachlässigen. Da die Anzahl von Technik- und Speedrennen mittlerweile aneinander angeglichen wurde, ist der Wettlauf um die große Kristallkugel zumindest auf dem Papier offener gestaltet. Zurzeit liegt Goggia mit 435 Punkten auf dem zweiten Platz und 90 Punkte hinter Mikaela Shiffrin. Am Wochenende könnte die Azzurra in Val d'Isère an der US-Amerikanerin vorbeiziehen.

In Frankreich will Goggia die Führung im Weltcup übernehmen. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Dass sie aufgrund ihrer Leistungen und ihrer beeindruckenden Konstanz nicht unrealistische Chancen auf den ganz großen Wurf hat, lässt sie momentan noch kalt. „Ich schaue mir die Gesamtwertung dann im März an. Da ist es wahrscheinlicher, dass sich meine Atalanta den Scudetto holt. Gewinnen ist schön: Aber nichts ist selbstverständlich.“

Angesichts der Tatsache, dass sich Atalanta zurzeit nur drei Punkte hinter Tabellenführer Inter befindet, könnte es also durchaus sein, dass sich Goggia trotz anderweitiger Aussagen über die große Kristallkugel Gedanken macht.

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