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Der Moment, in dem die Medaillenträume von Riccardo Tonetti platzten. © APA/afp / DIMITAR DILKOFF

Tonetti trotz Ausfall: „Bitter, aber ein unvergesslicher Tag“

Den Medaillentraum vor Augen, machte Riccardo Tonetti im zweiten Durchgang einen Abflug. Der Bozner war zwar enttäuscht, ist aber trotzdem zufrieden mit seinem Rennen. Bei Manfred Mölgg und Florian Eisath sieht die Sache ein bisschen anders aus. „Dolomiten“-Redakteur Otto Schöpf hatte Tonetti kurz nach dem Rennen vor seinem Mikrofon.

„Ich war im Weltcup noch nie in so einer Situation“, sagt Riccardo Tonetti nach dem Olympia-Riesentorlauf. Der Bozner lag nach dem ersten Lauf sensationell auf dem vierten Rang. Auch den zweiten Durchgang ging Tonetti forsch an. Das war auch sein Plan: „Ich wollte genauso fahren, wie im ersten Lauf. Und ich bin zufrieden mit meinem Rennen.“

Damit legte Tonetti das Hauptaugenmerk nicht auf sein Ausscheiden, sondern auf seine starken Schwünge zuvor: „Ich hoffe, dass sich die Leute daheim gefreut haben, mich so Skifahren zu sehen. Auch wenn ich ohne Medaille nach Hause gehe, ist es für mich ein unvergesslicher Tag. Ich habe es genossen.“

Mölgg und Eisath nicht zufrieden


Dass es um die guten Fahrten von Tonetti schade ist, findet auch Manfred Mölgg: „Tonetti und Luca De Aliprandini waren Protagonisten. Es hätte für unsere Mannschaft auch anders laufen können.“ Über seine eigene Leistung – Mölgg wurde 13. – war der Enneberger hingegen enttäuscht: „Ich habe ich zweiten Lauf viel mehr riskiert. Ich bin enttäuscht, aber ich blicke nach vorne.“

Florian Eisath, der einen Rang hinter Mölgg landete, hatte hingegen Anpassungsprobleme: „Eigentlich gab es Verhältnisse, die ich mag. Aber ich konnte mich nicht anpassen und heute war halt das mein Niveau.“

De Alpirandini mit Schmerzen nach seinem Sturz


Gut unterwegs war im ersten Lauf nicht nur Tonetti. Auch Luca De Aliprandini aus Cles hatte starke Zwischenzeiten, fiel aber kurz vor dem Ziel aus. Nach dem Rennen hatte der Nonstaler Schmerzen: „Zum Glück ist es nur ein Schlag, aber es tut ordentlich weh.“ Ähnlich wie Tonetti, hatte auch De Aliprandini das Motto „Wer nichts riskiert, gewinnt auch nichts!“ De Aliprandini: „Bei solchen Rennen muss man alles riskieren. Leider hat es heute nicht geklappt.“

Autor: cst

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