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Zeigte am Samstag abermals ihre Klasse: Sofia Goggia. © ANSA / ANDREA SOLERO

„Unbeschreiblich“: Goggias Glaube versetzt Berge

Mit einem wahren Kraftakt hievte sich Sofia Goggia in Cortina zu ihrem sechsten Saisonsieg. Damit meldete die Bergamaskin auch im Kampf um die große Kristallkugel weiter ihren Anspruch an. Nach dem Rennen war die Speed-Queen jedenfalls von ihren Emotionen überwältigt. Die Delago-Schwestern übten sich derweil in Selbstkritik.

Dass Sofia Goggia nach dem Abschwingen im Zielraum verblüfft die Schultern hob, verwunderte nicht. Zuvor hatte sie sich auf eine halsbrecherische Fahrt auf der Tofana begeben und ließ ihre Zeit trotz einiger Fehler doch noch grün aufleuchten. Ein Wunder? Fast. Nach ihrem sechsten Saisonerfolg und der ausgebauten Führung in der Disziplinenwertung fiel ihr ein Stein vom Herzen.


Vor allem der Wind wollte es der 29-Jährigen nicht einfach machen. „Ich sah den Schnee auf mich zukommen und den Wind, der die Stangen und Planen bog. Ich habe daran geglaubt“, beschrieb sie ihren wilden Ritt. Dabei spielte wohl auch die im Vorjahr verpasste Heim-WM in Cortina eine Rolle. Damals musste sie aufgrund einer im Vorfeld erlittenen Verletzung passen. „Ich wollte die Ziellinie überqueren und mit den Fans feiern, die gekommen sind, um uns zu unterstützen“, bedankte sie sich beim heimischen Publikum.

Delago-Schwestern zeigen sich selbstkritisch
Während Goggia von „einem der schönsten Siege meiner Karriere“ sprach, haderten Nicol (14.) und Nadia Delago (20.) indes mit deren Leistungen. „Unabhängig vom Wind hätte ich besser fahren können. Meine heutige Darbietung war nicht gut. Mein Ziel ist es, mich Rennen für Rennen zu steigern. Nach meiner Verletzung habe ich noch viel zu lernen“, erklärte Nicol Delago.

Wollen es in den kommenden Rennen besser machen: Nadia und Nicol Delago. © Felice Calabro' / Felice Calabrò

Ihre jüngere Schwester Nadia zeigte sich ebenso unzufrieden mit ihrer Leistung. „Sicherlich bin ich nicht zufrieden damit, wie ich heute gefahren bin. Es tut mir leid, da man vor allem zu Hause eine gute Leistung zeigen will. Morgen versuche ich besser drauf zu sein“, lautete das Fazit der 24-Jährigen.

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