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Riesenjubel bei Thomas Dreßen im Zielraum in Kitzbühel. (Foto: APA)

Unfassbar: Ein Deutscher triumphiert auf der Streif

Wer hätte damit gerechnet? Thomas Dreßen, ein 24-Jähriger aus Garmisch-Partenkirchen, düpierte die großen Favoriten und gewann die Hahnenkamm-Abfahrt. Die Südtiroler waren hingegen nicht zufrieden.

Der Deutsche machte den Klassiker-Double-Traum von Beat Feuz, der letzte Woche in Wengen triumphierte, zunichte.


Erste Deutsche Hahnenkamm-Sieger seit 38 Jahren

Während Hannes Reichelt, der mit Startnummer eins lange vorne lag, im Flachen der Beste war, war Feuz vor allem im unteren Streckenteil eine Klasse für sich. Dreßen hingegen war von oben bis unten stark. Fast wäre auch sein Teamkollege Andreas Sander auch noch auf das Podest gefahren, doch er erwischte die Traverse nicht perfekt. Dreßen nutzte die guten Bedingungen (die Sonne kam kurz zum Vorschein) perfekt aus und sorgte für eine faustdicke Überraschung. Der letzte Deutsche der auf der Streif gewann war Sepp Ferstl, der 1978 und 1979 die Hahnekamm-Abfahrt gewann.

Reichelt hingegen hat einen möglichen Sieg nicht nur ganz oben, sondern auch bei der Hausbergkante vergeben. Dort war auch für Aksel Lund Svindal das Rennen gelaufen. Der Norweger, vor zwei Jahren dort brutal gestürzt, verlor auf den letzten Fahrsekunden einiges an Zeit. Trotzdem reichte es am Ende zur Platz 7 - zumindest sieht es nach 25 Läufern so aus.


Paris schwer enttäuscht - Innerhofer stürzt

Für die Südtiroler reichte es nicht zu einem Podestplatz. Bester war Peter Fill, der mit einer guten Sekunde Rückstand auf Platz neun landete. Vorjahressieger Dominik Paris wurde Zwölfter und ist damit überhaupt nicht zufrieden. Damit war der Ultner nur drittbester Azzurro, denn Emanuele Buzzi fuhr mit Nummer 44 auf den elften Rang.

Der beste Südtiroler wäre womöglich Christof Innerhofer gewesen, aber er stützte. Der Gaiser zeigte eine klasse Fahrt und war drauf und dran, dem zu diesem Zeitpunkt führenden Reichelt gefährlich zu werden. Dann kam der Hausberg, ein Fahrfehler von Innerhofer und dazu ein kleiner Schlag.

Werner Heel, der mit der hohen Startnummer 48 ins Rennen gegangen war, kommt hingegen weiter nicht vom Fleck. Er machte in Kitzbühel keine Weltcup-Punkte.


FIS-Weltcup in Kitzbühel

Abfahrt der Herren
1. Thomas Dreßen (GER) 1.56,15 Minuten
2. Beat Feuz (SUI) +0,20 Sekunden
3. Hannes Reichelt (AUT) +0,41
4. Vincent Kriechmayr (AUT) + 0,46
5. Marc Gisin (SUI) +0,68
6. Andreas Sander (GER) +0,74
7. Brice Roger (FRA) +0,93
8. Aksel Lund Svindal (NOR) +1,12
9. Peter Fill (ITA/Kastelruth) +1,26
10. Kjetil Jansrud (NOR) +1,30

11. Emanuele Buzzi (ITA) +1,45
12. Dominik Paris (ITA/Ulten) +1,64
24. Matteo Marsaglia (ITA) +2,65
36. Mattia Casse (ITA) +3,50
38. Werner Heel (ITA/Walten) +3,69

ausgefallen: Christof Innerhofer (ITA/Gais)


SN/cst

Autor: sportnews

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