L Ski Alpin

Linus Straßer jubelt auf der Planei. © ANSA / CHRISTIAN BRUNA

Verrückte Slalom-Saison: Straßer siegt in Schladming

Linus Straßer hat den Slalom in Schladming für sich entschieden. Dabei war das Finale an Dramatik wieder einmal nicht zu überbieten.

Von:
David Lechthaler

Im 6. Saison-Slalom gibt es den 6. Sieger: Linus Straßer behielt auf der Planei die Nerven und fuhr mit einem starken 2. Durchgang von Rang 5 aus noch auf das oberste Treppchen. Für den 29-Jährigen aus München ist es der insgesamt 3. Weltcupsieg und der 2. im Slalom. Platz 2 belegte der junge Norweger Atle Lie McGrath. Der 21-Jährige, der die Startnummer 34 trug, verpasste seinen ersten Weltcupsieg nur um 3 Hundertstelsekunden.


Zur tragischen Figur wurde unter anderem auch Giuliano Razzoli. Der 37-Jährige, der nach dem 1. Lauf auf Rang 2 gelegen war, schied wie schon in Kitzbühel im Finale aus. Razzoli fädelte bereits im oberen Streckenteil ein und musste seinen Traum vom ersten Weltcupsieg seit fast 11 Jahren begraben.

Strasser (Bildmitte) siegt vor Lie McGrath (r.) und Feller. © ANSA / CHRISTIAN BRUNA


Noch härter als Razzoli erwischte es aber fast Kristoffer Jakobsen. Der Halbzeit-Führende aus Schweden fädelte im 2. Durchgang bereits nach 3 Toren ein. Clement Noel und Lucas Braathen konnten ihre guten Ausgangspositionen ebenfalls nicht nutzen und fielen zurück. Dieses Phänomen gab es in der heurigen Slalom-Saison schon häufiger.
Vinatzer macht Riesensprung
Einen ordentlichen Sprung nach vorne machte Alex Vinatzer. Der Grödner steigerte sich im 2. Lauf gehörig und fuhr von Rang 21 auf Platz 5 vor. Er verpasste einen Podestplatz am Ende nur um 4 Hundertstel. Damit war er gleichzeitig bester Azzurro. Einen noch größeren Sprung machte nur Manuel Feller, der mit Laufbestzeit 26 Plätze gutmachte und noch 3. wurde. Der Österreicher war erst am Morgen von seiner Corona-Quarantäne entlassen worden.

Alex Vinatzer verpasste das Podest nur um 4 Hundertstel. © ANSA / CHRISTIAN BRUNA


Zweitbester Azzurro wurde Tommaso Sala auf Rang 7. Die beiden anderen Südtiroler, Manfred Mölgg und Simon Maurberger, belegten die Plätze 22 und 24. Weiter geht’s für die Ski-Herren mit den Olympischen Spielen in Peking. Dort steht am 6. Februar mit der Abfahrt die erste Medaillenentscheidung an.
Olympia-Aufgebot steht
Derweil wurde auch das Olympia-Aufgebot der Ski-Herren bekanntgegeben. Wie bereits angekündigt werden nur 7 Skirennläufer aus Italien nach Peking reisen. Das sind Dominik Paris, Christof Innerhofer, Alex Vinatzer, Tommaso Sala, Matteo Marsaglia, Luca De Aliprandini und Giuliano Razzoli. Damit müssen auch Simon Maurberger und Manfred Mölgg in den sauren Apfel beißen.

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