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Petra Vlhova trotzte den widrigen Bedingungen und siegte. © ANSA / ANTONIO BAT

Vlhova siegt im schmutzigsten Rennen der Saison

Ein Augenschmaus war der Damen-Slalom in Zagreb am Dienstag keiner. Das wird Petra Vlhova aber egal sein, denn sie holte im Duell der Gigantinnen mit Mikaela Shiffrin den nächsten Sieg.

Im Sportjargon ist oft von einer „Schlacht“ die Rede, ein Wort, das fast schon inflationär verwendet wird. Am Dienstag passte dieser Begriff in Zagreb jedoch wie die Faust aufs Auge. Hohe, ja frühlingshafte Temperaturen sorgten dafür, dass die mit viel Salz präparierte Piste am Bärenberg von Läuferin zu Läuferin stark nachgab, weshalb jede Fahrt ein Kampf war. Dem starken Wind war es außerdem zu verdanken, dass die Strecke mit Blättern des umliegenden Waldes gesäumt war – kein sehr schöner Anblick. Und dann musste Mitten im zweiten Durchgang wegen der heftigen Böen auch noch der Torbogen im Ziel abgebaut werden. Kurz gesagt: Es war das schmutzigste Rennen der bisherigen Saison.


Punkte gibt es aber immer gleich viele. Und diese schnappte sich am Dienstag in erster Linie Petra Vlhova: Die Slowakin führte das Feld schon nach dem ersten Lauf an und zeigte auch in der Entscheidung – trotz widrigster Bedingungen – kein Anzeichen von Schwäche. Am Ende tütete sie ihren vierten Slalom-Sieg im fünften Rennen mit 50 Hundertstelsekunden Vorsprung vor Mikaela Shiffrin ein. Somit vermieste Vlhova ihrer Dauer-Rivalin das Traumcomeback: Shiffrin hatte die letzten Tage bekanntlich in Corona-Isolation verbracht und ihre Teilnahme am Zagreb-Slalom erst am gestrigen Montag bekanntgegeben.

Nix zu holen für die Azzurre
Für eine Herkulesleistung sorgte indes die Österreicherin Katharina Liensberger: Obwohl sie sich im oberen Teil einen groben Schnitzer leistete und quasi schon ausgeschieden war, schaffte sie es doch noch aufs Podest – mit einem Rückstand von über zwei Sekunden. Allein das unterstreicht, wie stark Vlhova und Shiffrin zurzeit sind.

So sah es in Zagreb während des 2. Durchgangs aus. © Screenshot ORF


Davon können Italiens Skifahrerinnen nur träumen: Das Slalom-Problem wurde auch am Dienstag voll ersichtlich. Lara Della Mea, die sich als einzige für die Entscheidung qualifizieren konnte, schied aus. Die Südtirolerin Vera Tschurtschenthaler konnte aufgrund eines positiven Coronatests nicht an den Rennen in Kroatien teilnehmen.
Jetzt sind die Männer dran
Am Mittwoch findet in Zagreb ein weiterer Slalom statt, dann jedoch jener der Männer: Um 15.30 Uhr beginnt der erste Durchgang, die Entscheidung gibt's ab 18.40 Uhr. Das Rennen kann wie immer im SportNews-Liveticker mitverfolgt werden.

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