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Ragnhild Mowinckel hat klare Gedanken. © Pentaphoto

„Werde nicht alles opfern, um eine lange Karriere zu haben“

Sie war bis zu ihrer unglaublichen Verletzungsmisere Norwegens Aushängeschild im Skisport. Auf ihrem Weg zurück hat Ragnhild Mowinckel viel erleiden müssen – und sich auch viele Gedanken gemacht.

Am 26. November des vergangenen Jahres fiel Ragnhild Mowinckel in ein tiefes Loch. Innerhalb von sieben Monaten zog sie sich im Training ihren zweiten Kreuzbandriss zu. Es folgten „Geduld, Schweiß und Tränen“, ehe sie vor knapp einem Monat auf Schnee zurückkehrte. Bei 100% Prozent ist die 27-Jährige unweigerlich noch nicht und verzichtet daher auf den Weltcup-Auftakt in Sölden. „Ich habe es nicht eilig“, verrät sie in einem Interview mit der Nachrichtenagentur NTB: „Wenngleich in dieser Saison zurückzukehren definitiv der Plan ist. Und das stärker als je zuvor.“ Konkrete Ziele setzt sich die zweifache Silbermedaillengewinnerin von Pyeongchang aber nicht.

Im Moment sei sie nicht schnell. „Aber meine Entwicklung verläuft wie eine tiefe Treppe und nicht wie ein Kamin.“ Das Niveau kontinuierlich zu steigern, sei das Erfolgsrezept. Bei der Weltmeisterschaft in Cortina am Start zu stehen – darauf arbeitet Mowinckel hin.

Eine Frohnatur: Ragnhild Mowinckel © Ragnhild Mowinckel


Den Willen, sich auf großer Bühne zu messen, haben die Kreuzbandverletzungen nicht gedämpft. Allerdings wurde ihr während der langen Pause auch einiges klar: „Ich werde nicht alles opfern, um eine unglaublich lange Karriere zu haben. Ich habe bereits Dinge erreicht, auf die ich unglaublich stolz und glücklich bin“, betont Mowinckel.
Genug Pech
Nach dem großen Pech hofft die Norwegerin, dass sie nun für einige Zeit von Verletzungen verschont bleibt. „Ich habe wirklich das Gefühl, dass ich es verdient habe“, sagt sie. Es bestehe aber immer ein Risiko. Vor allem wenn man nach zwei Kreuzbandrissen zurückkomme. „Da ist man noch anfälliger.“ Bleibt zu hoffen, dass sich ihr Wunsch erfüllt und Mowinckel künftig wieder mit Erfolgen Schlagzeilen schreibt.

Autor: leo

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