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Zeigte bei schwierigen Bedingungen auf – am Ende aber umsonst: Dominik Paris. © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Renn-Abbruch: Das Wetter versalzt Paris die Sieger-Suppe

So bitter kann der Skisport sein: Dominik Paris war am Freitag bei der Abfahrt in Saalbach-Hinterglemm auf Siegeskurs, hatte schon etliche Kapazunder hinter sich gelassen – da avancierte ausgerechnet das Wetter zum großen Spielverderber.

Die Abfahrt im Pinzgau in der Nähe von Salzburg musste nämlich nach neun Läufern abgebrochen werden. Schon von Beginn an waren die Verhältnisse im WM-Ort von 2025 nicht ideal: Wegen des dichten Nebels musste der Start herunterversetzt werden. Von den Ski-Assen hatte eigentlich nur Startläufer Vincent Kriechmayer so etwas wie gute Bedingungen, die restlichen Stars mussten zuerst mit dem Nebel und dann auch mit dichtem Schneefall kämpfen.


Bis zur Startnummer neun (Johan Clarey) waren die Verhältnisse zwar grenzwertig, aber immer noch regulär. Danach wurde das Rennen jedoch unterbrochen und der Re-Start mehrere Male verschoben, bis um 13 Uhr schließlich feststand: Es kann nicht mehr gefahren werden. Folglich wurde das Rennen auch nicht gewertet, denn dafür müssen mindestens 30 Athleten gestartet sein.

Paris lag auf Siegeskurs
Besonders bitter ist das für Dominik Paris, der vom Wetter um seinen zweiten Saisonsieg gebracht wurde. Der Ultner lag nach neun Läufern nämlich in Führung und hatte dabei auch seine zwei ärgsten Konkurrenten, Matthias Mayer und Beat Feuz, hinter sich gelassen. Paris, der mit der Startnummer drei ins Rennen gegangen war, hatte im oberen Abschnitt noch mit dichtem Nebel zu kämpfen, spielte dann aber auf den Gleitpassagen seine ganze Klasse aus und verwies den bis dahin Führenden Weltmeister Vincent Kriechmayr um 7 Hundertstelsekunden auf Platz zwei.

„Race cancelled“: Das Rennen wurde nach neun Läufern abgesagt. © APA / HELMUT FOHRINGER


In der Folge bissen sich alle weiteren Starter, unter anderem eben auch Mayer (3.) und Feuz (4.), die Zähne an der Paris-Zeit aus. Ob dem Ultner noch jemand hätte gefährlich werden können, darüber lässt sich freilich nur spekulieren. Allerdings zeigten die Rückstande von Mayer (+0,65 Sekunden) und Feuz (+1,03), dass der Südtiroler an diesem Tag nur schwer zu knacken gewesen wäre – auch von Christof Innerhofer, der mit der Nummer 15 nicht mehr fahren durfte.
Mit der Kugel wird es jetzt schwierig
Wäre das Rennen gewertet worden, hätte sich Paris auch noch im Kampf um die Abfahrtskugel einmischen können. Vor dem Rennen hatte er nämlich 118 Punkte Rückstand auf den Führenden Feuz, bei einer Wertung der Abfahrt wäre dieser Abstand quasi halbiert worden. Sollte das Rennen nicht doch noch nachgeholt werden, wird es schwierig, dass das Südtiroler Kraftpaket im Kampf um Kristall noch einmal eingreift.

Fest steht dagegen, dass zwei Abfahrten fix noch im Programm sind: Am Samstag wird in Saalbach-Hinterglemm (bei voraussichtlich deutlich besserem Wetter) noch einmal gefahren (11.00 Uhr), ehe dann die letzte Abfahrt beim Weltcupfinale in Lenzerheide steigt. In Saalbach-Hinterglemm geht am Sonntag zudem ein Super-G (10.30 Uhr) über die Bühne.


http://visual.apa.at/wintersport/index.html?apaview=topic:to138-page:live-event:9192236

Autor: det

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