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Alexis Pinturault äußerte via Instagram seinen Ärger über die FIS. © APA/afp / JONATHAN NACKSTRAND

„Wie gefährlich ist dieses Format?“ Ski-Stars rufen zu Boykott auf

Der Parallel-Riesentorlauf in Chamonix erhitzte – nicht nur wegen der schweren Verletzung von Simon Maurberger – die Gemüter im alpinen Ski-Zirkus.

Nach dem Rennen äußerten gleich mehrere Athleten in den sozialen Medien ihre Bedenken über Fairness und Sicherheit des Parallel-Riesentorlaufs am Fuße des Mont Blanc. So entpuppte sich beispielsweise der blaue Kurs als schneller. Das gab sogar der Sieger, Loic Meillard, öffentlich zu: „Der blaue Kurs hat sicher geholfen, um schnell zu fahren“.

Pinturault kritisiert die FIS scharf
Dies ärgerte vor allem Lokalmatador Alexis Pinturault, der auf dem roten Kurs im Achtelfinale am Deutschen Alexander Schmid gescheitert war. Noch am Sonntag ließ der Franzose seinem Ärger via Instagram freien Lauf. Pinturault hatte gleich mehrere Fragen an die FIS: „Seit wann ist im Sport Glück wichtiger als die Leistung? Und wie gefährlich ist das Format, über das wir sprechen? Aber am wichtigsten, wann werden die Worte der Athleten gehört?“

Der Gesamtweltcup-Dritte kritisierte die fahrlässigen Bedingungen in Chamonix, die zu zahlreichen Stürzen und Verletzungen führten. Insgesamt gab es am Sonntag 13 Ausfälle, einschließlich des Beinahe-Crashs von Tommy Ford (USA) und Thomas Tumler (Schweiz) im Halbfinale. Der Ahrntaler Simon Maurberger hat sich gar das Kreuzband gerissen. Zudem verletzten sich in Chamonix mit Stefan Brennsteiner und Marc Digruber (er verletzte sich beim Slalom am Samstag) zwei Österreicher schwer.
Viele Athleten stellen sich auf die Seite von Pinturault
Für seine öffentliche Kritik an die FIS erntet Pinturault in den sozialen Medien Zustimmung von mehreren Athleten. So stellen sich unter anderem Manfred Mölgg, Matteo Marsaglia, Stefano Gross, Ted Ligety, Stefan Hadalin, Linus Strasser oder Daniel Yule auf die Seite des Franzosen. Yule ruft unter dem Instagram-Beitrag gar zum Boykott des Parallel-Events auf und erntet dafür unter anderem von Pinturault ein „Like“.

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Auch bei den Damen gab es wilde Stürze
Doch nicht nur beim Parallel-Riesentorlauf in Chamonix gab es viele Stürze, sondern auch beim Damen-Super-G in Garmisch-Partenkirchen. Dabei verletzten sich Sofia Goggia und Viktoria Rebensburg und mussten ihre Saison beenden. Die Siegerin, Corinne Suter, kritisierte nach dem Rennen im ORF-Interview die unterschiedlichen Pistenverhältnisse auf der Kandahar. Laut der Schweizerin könnten sich die Athletinnen darauf nur schwer einstellen.

Autor: dl

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