M Skicross

Stefan Thanei (l.) mit Siegmar Klotz (r.) bei den Olympischen Winterspielen 2018 © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Stefan Thanei steht jetzt auf der anderen Seite

Skicrosser Stefan Thanei aus Burgeis hatte im letzten Sommer überraschend erfahren, dass er nicht mehr Teil der Nationalmannschaft ist.

Der 37-Jährige ist amtierender Italienmeister und hatte mit dem Rauswurf aus dem Kader nicht gerechnet. Dann wollte Thanei – der ja Mitglied der Sportgruppe der Carabinieri war – in den Streifendienst wechseln, doch Kommissar Zufall spielte nicht mit. Weil bei den Ausbildungskursen 2018 in Rom kein Platz mehr frei war, kam im Oktober der Anruf der Sportgruppe, ob er nicht als Trainer der „Azzurri“ arbeiten möchte. Stefan Thanei weist mit seinen 68 Weltcuprennen eine unbezahlbare Erfahrung auf und sagte zu. „Eine Woche haben wir bereits in Saas Fee trainiert, am Sonntag geht es weiter ins Pitztal. Es ist für mich zwar eine Umstellung, aber ich denke schon dass ich meine Erfahrung gut weitergeben kann, auch weil ich ja noch wie ein Athlet denke“, sagt der Wahl-Meraner.

Der einstige Zimmerkollege von Siegmar Klotz ist jetzt also sein Trainer: „Es ist schon irgendwie komisch, alles ist neu für mich. Aber die Sportgruppe der Carabinieri hat hier super mitgespielt, das ist sicher die beste Möglichkeit für mich. Ich glaube, auf Streife wäre ich nicht so gut wie als Trainer (lacht), daher ist es wohl auch ein Vorteil für die Carabinieri.“

Autor: zor

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