N Skispringen

Die Bedingungen waren am Rande der Regularität. © AFP / JOE KLAMAR

Ärger nach WM-Springen

Der bei teils dichtem Schneefall und schwierigen Windbedingungen zur Farce verkommene WM-Normalschanzenbewerb der Skisprung-Herren in Seefeld hat am Freitag für viel Ärger gesorgt.

Immer stärker werdender Schneefall, drehender Wind sowie eine Anlaufspur, die von Springer zu Springer langsamer wurde – das WM-Springen am Freitag hat für viel Wirbel gesorgt. Wie kurios der Wettkampf verlief, wird an den Ergebnissen ersichtlich: Der neue Weltmeister Dawid Kubacki sprang von Rang 27 noch zu Gold, auch sein Landsmann Kamil Stoch und der Österreicher Stefan Kraft schafften es nach riesigen Rückständen noch auf das Podest und holten Medaillen. Die Favoriten nach dem ersten Durchgang mussten indes den immer schlechter werdenden Bedingungen Tribut zollen und fielen zurück.

„Es war ein verrücktes Springen und für mich nicht regulär“ sagte ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel zu APA. Und Bronze-Gewinner Kraft meinte: „Also so etwas habe ich noch nie erlebt. Beim Wegfahren hab ich mir gedacht: 'Ich werd immer langsamer, da stimmt etwas nicht'. Es war sicher wenig sinnvoll. Aber die besten aus der Quali waren vorne. Ganz unfair kann es nicht gewesen sein.“

„Der zweite Durchgang war komplett irregulär“
Der Ärger war vor allem im deutschen Lager groß. „Der zweite Durchgang war komplett irregulär. Wenn das nicht irregulär ist, dann verstehe ich die Welt nicht mehr. Dafür gibt es ein Wettkampf-Management. Die haben kläglich versagt“, kritisierte der Sportliche Leiter Horst Hüttel die Jury heftig.

Auch der Südtiroler Alex Insam war bedient: Der Grödner sprang 84 Meter weit, konnte sich nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren und fühlte sich vom Schicksal im Stich gelassen. „Ich bin im Probedurchgang 100 Meter weit gesprungen. Dieser Sprung war eigentlich besser, und dann lande ich bei 84 Metern“, rätselte er im Tagblatt Dolomiten.

Autor: det/apa/dpa

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