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Auf Alex Insam ruhen die Hoffnungen den „Azzurri“. © Foto Hermann Sobe / Sobe Hermann

Los geht's mit dem Skisprung-Weltcup: 8 Fragen, 8 Antworten

Am Wochenende beginnt in Wisla die neue Skisprung-Saison. Wir beleuchten die wichtigsten Fragen rund um Tournee, WM und Weitenjagd.

1: Welcher „Azzurro“ ist die Nummer 1?

Alex Insam. Der Grödner ist im italienischen Team die Nummer 1, auch wenn es die Resultate bisher nicht unbedingt untermauern. Allerdings zählen die italienischen Skispringen nicht zur Weltspitze. Insam hat ordentliches Potenzial, kam bisher aber nie über Platz 25 auf der Großschanze hinaus. Trotzdem ist der konstanteste „Azzurro“.

2: Was ist mit den restlichen Italienern?

Neben Insam stehen zwei weitere „Azzurri“ in der Skisprung-Nationalmannschaft. Sebastian Colloredo (31 Jahre) und Davide Bresadola. Colloredo ist schon eine gefühlte Ewigkeit im Weltcup-Zirkus mit dabei. 2005 sprang er in Harrachov zum ersten Mal in die Top-10. Sein letztes Spitzenresultat eroberte er vor zwei Jahren bei der Vierschanzen-Tournee in Innsbruck (Rang 9). Bresadola kann bisher eine Platzierung unter den besten Zehn vorweisen: 2014 in Lillehammer.

3: Gewinnt endlich wieder ein Deutscher die Tournee?

Der Euro hatte gerade die D-Mark abgelöst, als Sven Hannawald im Januar 2002 als bislang letzter Deutscher bei der Tournee triumphierte. Seither warten die Skisprung-verrückten Fans Jahr für Jahr vergeblich. Das aktuelle „Problem“ heißt Kamil Stoch, der Pole gewann im Vorjahr alle vier Springen. Sollte Stoch schwächeln, stehen die DSV-Adler Richard Freitag und Andreas Wellinger parat. Schon vor einem Jahr lieferte Freitag bis zu seinem Sturz in Innsbruck Stoch ein heißes Duell, Wellinger sprang ein und wurde Gesamt-Zweiter.

© APA/afp / GEIR OLSEN

Kamil Stoch war zuletzt der beste Skispringer der Welt. Ob das heuer auch so sein wird? Abwarten.

4: Wird Kamil Stoch wieder der Dominator?

Das ist wohl DIE Frage schlechthin. Im Sommer schwächelte Stoch nach gutem Beginn ein wenig. Zwei starke Jahre in Folge sind im Skispringen ohnehin selten: Keiner der letzten zehn Gesamtweltcup-Gewinner verteidigte seinen Titel erfolgreich. Freitag und Wellinger dürfen also hoffen. Zumal Stoch inzwischen auch schon 31 ist...

5: Ist Noriaki Kasai noch immer dabei?

Na klar! Auch mit 46 Jahren hat der „Flugsaurier“ aus Japan noch lange nicht genug, auch wenn er im vergangenen Winter nur Rang 26 im Gesamtweltcup belegte. Seit 1988 fliegt Kasai im Weltcup, sein Fernziel lautet Olympia 2022. Und danach? Schaun mer mal.

© APA/afp / ODD ANDERSEN

Noriaki Kasai ist auch mit 46 Jahren noch nicht müde.

6: Was ist mit den Österreichern?

Mit dem neuen Cheftrainer Andreas Felder soll alles besser werden, zumal Ende Februar die Heim-WM in Seefeld (Nordtirol) ansteht. Das ist auch dringend nötig: Die einstigen Überflieger holten vergangenen Winter keinen einzigen Sieg, nur Stefan Kraft schaffte es als Vierter unter die besten 20 der Gesamtwertung. Die neuen Hoffnungen ruhen auf Daniel Huber (25), aber ob es tatsächlich wieder zu Siegen reicht? Wohl eher nicht.

7: Was ist neu?

Dank neuer Sensoren an den Skiern werden dem TV-Zuschauer künftig noch mehr Daten angeboten. Neben der Geschwindigkeit beim Absprung werden auch der Speed nach 20 Metern Flug sowie bei der Landung gemessen, gleiches gilt für die Flughöhe. Ob die TV-Sender das Angebot nutzen, ist noch offen. Bei der Tournee und der WM soll das System aber im internationalen Fernsehbild zu sehen sein.

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Großes Talent: Lara Malsiner aus Gröden.

8: Und die Frauen?

Auf eine Vierschanzentournee müssen die Frauen weiter warten, beim norwegischen Pendant sind die Frauen künftig dagegen mit dabei. Bei der „Raw-Air-Tour“ in Norwegen mit Stationen in Oslo, Lillehammer und Trondheim gehen die Weitenjägerinnen im März 2019 erstmals gemeinsam mit den Männern an den Start. Einzig das abschließende Skifliegen in Vikersund bleibt den Männern vorbehalten. Und: Bei der WM in Seefeld steht erstmals ein Teamwettkampf der Frauen auf dem Programm. Ob die „Azzurre“ mit am Start sein werden, steht noch in den Sternen.

Autor: sid/cst

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