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Nykänen wurde in seiner Heimatstadt Jyväskylä beigesetzt © SID / Bob PEARSON

Matti Nykänen in Jyväskylä beigesetzt

Der viermalige Skisprung-Olympiasieger Matti Nykänen ist einen Monat nach seinem Tod beigesetzt worden.

An der Trauerfeier für den Finnen, der am 3. Februar im Alter von 55 Jahren gestorben war, nahmen am Samstag in seiner Heimatstadt Jyväskylä Verwandte und enge Freunde teil. Darunter waren Nykänens früherer Konkurrent Jens Weißflog und sein Landsmann Janne Ahonen, fünfmaliger Gewinner der Vierschanzentournee. Das berichten lokale Medien.

Auch vor dem Friedhof fanden sich Trauernde ein, der schneeweiße Sarg wurde aber im engsten Kreis ins Grab herabgelassen. Nykänens Mutter Vieno Nykänen, seine Schwester Tuija Nykänen und seine Witwe Pia Nykänen waren am Grab. Nykänen erhielt ein Staatsbegräbnis, auch Finnlands Sportminister Sampo Terho war zur Trauerfeier erschienen.

Nykänen ist erst der fünfte finnische Sportler, der ein Staatsbegräbnis erhielt. Zuvor war diese Ehre unter anderem Leichtathlet Paavo Nurmi zuteil geworden, der zwischen 1920 und 1928 insgesamt neun olympische Goldmedaillen gewann.

Matti Nykänen hatte in den 1980er-Jahren seinen Sport dominiert. Allein bei den Winterspielen 1988 in Calgary gewann er drei Goldmedaillen, zudem triumphierte er 1984 in Sarajevo von der Großschanze. Die Biografie des sechsmaligen Weltmeisters und viermaligen Gesamtweltcupsiegers hatte nach seinem Karriereende eine tragische Wende genommen. Der Ausnahmesportler wurde wegen wiederholter häuslicher Gewalt und einer Messer-Attacke auf einen Freund verurteilt, außerdem prägten Alkoholexzesse, gescheiterte Ehen und Geldprobleme sein Leben.

Autor: sid

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