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Hört auf: ÖSV-Skisprung-Trainer Heinz Kuttin wurde der Druck zu viel. © APA / GEORG HOCHMUTH

ÖSV-Beben bei den Nordischen: Vettori und Kuttin weg

Nach einer sehr durchwachsenen Saison der österreichischen Skispringer wird es beim ÖSV einschneidende Veränderungen geben. Trainer Heinz Kuttin und Sportdirektor Ernst Vettori wollen nicht mehr weitermachen.

Achtmal stand Skispringer Stefan Kraft in der abgelaufenen Saison auf dem Podest. Bis auf den ehemaligen Weltcup-Gesamtsieger stand nur Michael Hayböck auf dem Siegertreppchen. Dazu kamen das Debakel bei der Vierschanzentournee und schwache Olympische Spiele. Die Kritik an Skisprungtrainer Heinz Kuttin nahm zu – und wurde jetzt zu viel.

Am Dienstag gab ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel bekannt, dass Kuttin seinen Rücktritt eingereicht hat. Der bis 2019 bestehende Vertrag wird aufgelöst. Der Druck wurde Kuttin zu viel, seine Familie hätte unter der harschen öffentlichen Kritik gelitten. Gut möglich, dass es Kuttin jetzt im Ausland versuchen wird.

Stecher ersetzt Vettori als Sportdirektor


Auch auf der Position des Sportdirektors hat es Änderungen geben. Ernst Vettori, der genauso wie Kuttin immer wieder Kritik ausgesetzt war, ist ebenfalls zurückgetreten. Er wird von Mario Stecher ersetzt. Der ehemalige Nordische Kombinierer hat jetzt die Aufgabe, einen neuen Trainer für die ÖSV-Adler zu suchen. Das Profil: jung, dynamisch und im besten Fall ein Österreicher.

Außerdem will Stecher dem nordischen Skisport in Österreich neues Leben einhauchen. Von der Basis bis zur Weltklasse will der Neo-Sportdirektor einen roten Faden durchziehen. So sollen in Zukunft wieder vermehrt österreichische Sportler an die Weltspitze herangeführt werden. Zudem steht in einem Jahr in Seefeld (Nordtirol) die nordische Ski-WM auf dem Programm.

Autor: cst

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