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Jubel nach dem historischen Grand Slam bei Kamil Stoch und seinem Team. (Foto: APA) Zwei Legenden unter sich: Kamil Stoch und Sven Hannawald. (Foto: APA) Musste sich viel Kritik anhören: der Österreicher Stefan Kraft. (Foto: APA)

Stoch schafft den historischen Grand Slam

Der Pole Kamil Stoch hat Historisches geschafft und ist mit Sven Hannawald gleichgezogen. Er hat als erst zweiter Springer überhaupt alle vier Springen bei der Vierschanzentournee gewonnen.

Die eine Legende nach der anderen ist daran gescheitert, was Hannawald 2002 geschafft hat. Der Sachse hatte damals alle vier Springen bei der Vierschanzentournee gewonnen. Jetzt hat Kamil Stoch den Skisprung-Grand-Slam geschafft – ein historischer Moment.


In Polen beliebter als Bayern-Stürmer Lewandowski


Stoch ist in Polen ein Volksheld und beliebter als Bayern-Star Robert Lewandowski. Sieht man sich die Erfolge des 30-jährigen aus Zakopane an, dann wird einem auch bewusst warum. Bis auf die Skiflug-WM hat Stoch alle großen Titel gewonnen, die ein Skispringen gewinnen kann. Der Poker bei der heurigen Vierschanzentournee ist nicht nur für die skisprungverrückten Polen ein Meilenstein in der Sportgeschichte.

Auf Platz zwei der Tournee-Gesamtwertung landete der Deutsche Andreas Wellinger. Ein kleines Trostpflaster für die deutschen Adler, die am Bergisel mit Richard Freitag ihren besten Mann verloren. Der Norweger Anders Fannemel, der in Bischofshofen Zweiter wurde, wurde Gesamtdritter. Diese beiden waren es auch, die in Bischofshofen neben Stoch auf dem Podest standen. Fannemel wurde Zweiter, Wellinger Dritter.


Harte Kritik an Kraft und dem ÖSV-Team

Für die österreichischen Skispringer gab es in Bischofshofen zumindest einen positiven Abschluss der Tournee. Stefan Kraft wurde Vierter, Michael Hayböck platzierte sich auf Platz 11. Den Tiefpunkt hatten die rot-weiß-roten Adler in Garmisch-Partenkirchen erreicht, als Kraft nicht für den zweiten Durchgang qualifiziert war.

In der Folge war in Österreich ein mediales Gewitter losgebrochen. Unter anderem hatte Nordtiroler Alex Pointner, der vor Heinz Kuttin Cheftrainer der ÖSV-Adler war, scharfe Kritik geübt. Kuttin konterte und meinte, die Pointner-Kritik sei nicht mehr als eine Marketing-Masche.

Alex Insam holte auch beim vierten Springen der Vierschanzentournee keine Punkte. Er wurde zum Abschluss in Bischofshofen 37. Sebastian Colloredo, der zweite Azzurro beim Finale, wurde 30.


SN/cst

Autor: sportnews

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