P Snowboard

Benjamin Karl fuhr seine fünfte WM-Goldmedaille ein. © EXPA/JFK

Die Österreicher feiern, die Südtiroler enttäuschen

Der Parallel-Slalom der Snowboarder ist zu einer österreichischen Angelegenheit geworden. Für die Südtiroler gab es indes nichts zu holen.

Ohne Roland Fischnaller geht bei Weltmeisterschaften nicht viel. Der Routinier, der am Montag im slowenischen Rogla mit der Silbermedaille im Parallel-Riesentorlauf noch groß aufgetrumpft hatte, wurde am Dienstag im Slalom nicht aufgestellt. Wegen seiner durchwachsenen Leistungen im Slalom schenkten die Trainer, die bei einer WM nur vier Startplätze zur Verfügung haben, anderen Athleten das Vertrauen. Eine fragwürdige Entscheidung, immerhin hatte Fischnaller mit seiner Silbermedaille ordentlich Selbstvertrauen getankt.


So lagen die Südtiroler Hoffnungen auf Aaron March, Edwin Coratti, Daniele Bagozza und Nadya Ochner. Doch von diesen Vieren schaffte einzig und alleine March den Sprung in die K.o.-Läufe. Für Coratti (32.), Bagozza (ausgeschieden) und Ochner (30.) war bereits in der Qualifikation Endstation. March trat in seinem Achtelfinale gegen den Polen Michal Nowaczyk an, hatte aber um mickrige fünf Zehntelsekunden das Nachsehen. Somit war das Rennen auch für ihn vorbei. Im Schlussranking steht dem 34-Jährigen der 12. Rang zu Buche. Bester Azzurro war Maurizio Bormolini, der ebenfalls im Achtelfinale ausschied und 11. wurde.

Gold und Silber für Österreich
Während für die Südtiroler der Parallel-Slalom also enttäuschend verlief, war der Dienstag für Österreich ein Festtag. Benjamin Karl konnte sich dabei zum insgesamt fünften Mal zum Snowboard-Weltmeister küren. Der 35-jährige gewann das österreichische Finalduell im Slalom gegen Andreas Prommegger um 0,09 Sekunden.

Es war das dritte WM-Finalduell zwischen dem gebürtigen Niederösterreicher Karl und dem Salzburger Prommegger. 2017 in Sierra Nevada hatte Prommegger sowohl im Riesenslalom als auch im Slalom gegen Karl gewonnen. Am Vortag hatte mit Julia Dujmovits ebenfalls eine Österreicherin im PGS Bronze geholt, diesmal schied die Burgenländerin im Viertelfinale gegen die Russin Sofia Nadyrshina aus, die danach Gold gewann.

WM in Rogla, Parallel-Slalom

Herren
Pos.NameLand
GOLDBenjamin KarlAUT
SILBERAndreas PromeggerAUT
BRONZEDmitry LoginovRUS
4.Andrey SobolevRUS
5.Sangho LeeKOR
11.Maurizio BormoliniITA
12.Aaron MarchITA/Natz-Schabs
32.Edwin CorattiITA/Langtaufers
DNFDaniele BagozzaITA/St. Ulrich
Damen
Pos.NameLand
GOLDSofia NadyrshinaRUS
SILBERRamona HofmeisterGER
BRONZESelina JörgGER
4.Megan FarrellCAN
5.Cheyenne LochGER
30.Nadya OchnerITA/Burgstall

Autor: det

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