P Snowboard

Roland Fischnaller (links) strahlte als Zweitplatziert vom Podest (Foto: M. Matavz)

Roland Fischnaller ist zurück: Zweiter in Cortina!

Südtirols Ausnahmesnowboarder ist wieder da, wo er über sechs Jahre regelmäßig stand: am Weltcuppodium. Der 37-jährige Villnößer trumpfte am Freitag beim Parallelriesentorlauf in Cortina auf. Er musste sich erst im Finale dem Österreicher Alexander Payer geschlagen geben.

30 Mal stand Roland Fischnaller in der wichtigsten internationalen Rennserie bereits am Podium, doch im olympischen Riesentorlauf ist ihm dieses Kunststück seit drei Jahren nicht mehr gelungen. Es muss sich für den erfolgsverwöhnten Südtiroler angefühlt haben wie eine Ewigkeit. Nun ist dieser Bann gebrochen - und das auf beeindruckende Art und Weise.

Nur 24 Stunden, nachdem er beim Heimweltcup in Carezza mit Platz fünf aufhorchen ließ, steigerte sich Fischnaller im dichten Nebel von Cortina nochmal gehörig und schaltete in der K.o.-Phase einen Rivalen nach dem anderen aus. Zunächst erwischte es den Deutschen Patrick Bussler, dann den Bulgaren Radoslav Yanko und Sylvain Dufour aus Frankreich, den er bereits tags zuvor in die Schranken gewiesen hatte. Erst im mit Spannung erwarteten Finale gegen Payer war Fischnaller chancenlos. So stand ihm der zweite Endrang zu Buche.


Die weiteren Südtiroler enttäuschen

Fischnaller war der einzige der heimischen Snowboarder, der bei den äußerst schwierigen Bedingungen im Olympiaort von 1956 allesamt in der Qualifikation scheiterten. Quali-Sieger Mirko Felicetti war, neben Fischnaller der einzige Azzurro in den Finalrunden, allerdings schied er im Viertelfinale aus.

Besonderes Pech hatte der Langtauferer Edwin Coratti, dem als 17. nur eine Hundertstel zur Qualifikation fehlte. Marc Hofer fuhr mit Platz 24 ein respektables Ergebnis ein, während Christoph Mick (23.), Daniele Bagozza (29.), Gabriel Messner (34.), vor allem aber Aaron March (38.) deutlich hinter ihren Möglichkeiten blieben.


Ledecka landet den Doppelpack


Selbiges gilt für Nadya Ochner, die sich als Quali-31. früh aus dem Bewerb verabschieden musste. Aline Moroder, Vivien Santifaller und Jasmin Coratti belegten die Plätze 46, 48 und 51.

In der Finalrunde der Frauen hatte hingegen wieder Ester Ledecka ihren großen Auftritt. Sie feierte ihren zweiten Sieg binnen zwei Tagen. In Cortina bezwang sie im Finale die deutsche Selina Jörg, Dritte wurde "Oldie" Claudia Riegler aus Österreich.



SN/Alexander Foppa


Autor: sportnews

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