Wintersport

Tiroler sagen auch 2017 "Nein" zu Olympia

Tiroler begraben Olympiaträume

Gleichzeitig zur Nationalratswahl am Sonntag wurde in Tirol auch die Volksbefragung über eine Kandidatur für die Olympischen Winterspiele 2026 abgehalten. Das Ergebnis der Olympia-Abstimmung ist eindeutig: NEIN 53,35% – JA 46,65%

Es war die bereits dritte negative Olympiabefragung in Tirol, nach 1993 und 1997. Wieder einmal war die Landeshauptstadt Innsbruck der Anführer der Nein-Front: 67,41% stimmten dort gegen eine Olympiakandidatur. Für viele überraschend war aber auch die große Olympia-Skepsis in den ländlichen Bezirken. Die meisten Olympiabefürworter gab es im Bezirk Landeck, dort kam das "Ja" auf fast 65%. Mit ein Grund: In St. Anton hätten die Skibewerbe stattgefunden.

Für den Tiroler Landeshauptmann Günther Platter wären „redimensionierte Spiele eine Chance für Tirol“ gewesen, am Ergebnis werde aber nicht gerüttelt. Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppoitz-Plörer ist noch deutlicher: „Das Thema Olympia in Tirol ist für die nächsten 30 bis 50 Jahre erledigt“.

In der Tiroler Olympiaplanung war die Eiswelle Bozen als Austragungsort für Eishockeyspiele im Gespräch.

Das dritte Nein in Tirol passt in das aktuelle Stimmungsbild in Europa, riesige Verbände wie das IOC oder die FIFA haben in weiten Teilen der Bevölkerung ein negatives Image – oft auch zu Recht. Vor vier Jahren hatten die Münchner eine Olympiabewerbung versenkt, Hamburg sagte vor drei Jahren ganz klar „Nein“. Salzburg bewarb sich zweimal für Olympische Winterspiele, zuletzt 2007 für die Spiele 2014, und verlor beide Male: 2010 kam Vancouver zum Zug, 2014 war es Sotschi. Zuvor waren bereits Graz (2002) und Klagenfurt (2006) beim IOC durchgefallen.


Autor: sportnews

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