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2011 ließ Coury sich den Unterschenkel amputieren © GETTY IMAGES NORTH AMERICA / TOM PENNINGTON

Snowboarderin kämpft als Krankenschwester gegen Corona

Als das vorzeitige Ende der Saison der Para-Snowboarder beschlossen war, machte sich die US-Amerikanerin Brittani Coury auf den Weg in die Heimat. Dort hilft die ausgebildete Krankenschwester im Krankenhaus der University of Utah seit vergangener Woche bei der Bekämpfung des Coronavirus.

„Es kommt mir so vor, als wäre das jetzt genau meine Zeit, in der ich etwas zurückgeben kann“, sagte die Paralympics-Zweite von Pyeongchang dem Deutschlandfunk. Coury, die von einer Snowboard-Karriere geträumt hatte, war innerhalb weniger Jahre gleich mehrmals am rechten Knöchel operiert worden. 2011 ließ sie sich den Unterschenkel amputieren.

„Die Krankenschwestern, die sich um mich kümmerten, haben ihre Sache so gut gemacht, dass ich daraus gelernt habe, was Krankenschwestern ausrichten können“, sagte die 34-Jährige, die sich deshalb für die Ausbildung im Hospital entschied. Anschließend stieg sie für die Paralympics wieder auf das Snowboard.

Nun hilft Coury bei der Versorgung der vom Coronavirus betroffenen Menschen. „Ich habe keine Angst davor, an der Front zu helfen“, sagte die Behindertensportlerin, für die eine Isolation zum eigenen Schutz keine Option ist: „Falls ich den Virus bekomme und der schlimmste Fall eintritt, dann habe ich wenigstens das gemacht, was ich liebe. Ich glaube, das wäre in Ordnung.“

Autor: sid

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