• SportNews.bz on YouTube
  • SportNews.bz on Facebook
  • SportNews.bz on Twitter
  • SportNews.bz RSS Feed

Cristian Zenoni: „Nächstes Jahr hätten wir viel erreichen können"

Cristian Zenoni hat die "Berretti"-Mannschaft vom FC Südtirol trainiert

17. Mai 2017, 17:55 Fußball

Zenoni hat in Juventus gespielt...

...und auch in der Nationalmannschaft

Fast 300 Spiele in der höchsten italienischen Liga, 2 Meisterschaftstitel, einen italienischen Supercup und zudem noch 2 Einsätze mit der Nationalmannschaft. Das ist, kurzgefasst, die Geschichte von Cristian Zenoni, der nach seiner glanzvollen Karriere als aktiver Spieler, auf die Trainerbank gewechselt ist und bis zuletzt die „Berretti“-Mannschaft vom FC Südtirol betreut hat.

Die gerade abgeschlossene Saison der jungen Weiß-Roten verlief ständig aufwärts und ein Curriculum wie das von Cristian Zenoni ist nicht so leicht auffindbar. Das sind zwei Gründe warum man eigentlich glauben müsste, dass der ehemalige Spieler von Atalanta, Juventus, Sampdoria und Bologna und der FC Südtirol weiter zusammenarbeiten werden. Doch in den nächsten Tagen werden sich die Wege trennen. „Mein persönliche Abschlussbilanz fällt positiv aus, sei es laut meiner persönlichen Erfahrung, sei es wie die Saison gelaufen ist. Wir sind nicht gut gestartet, aber wir haben uns dann stark verbessern können. Das beweisen auch die erzielten Punkte. In der Hinrunde waren es 11, während es in der Rückrunde 19 waren. Sicherlich hätten wir alles noch besser machen können und wahrscheinlich hat dies dazu geführt, dass einige der Meinung waren, die Saison sei nicht gut genug gewesen.“ erzählte Zenoni.

Cristian Zenoni hätte eine weitere Saison mit den Weiß-Roten absolviert, auch um die gerade abgeschlossene Meisterschaft mit den „Berretti“ wieder wett zu machen. „Im Fußball darf man nicht etwas erwarten, sondern man muss das, was passiert so annehmen wie es kommt und nach vorne schauen. Sicher hätte ich gerne ein weiteres Jahr in Südtirol gearbeitet, denn dann wären wir nicht mehr von null aus gestartet und ich hätte mit den Jungs mit der Arbeit der letzten Monate weitermachen können. Wir hätten eine gute Meisterschaft machen können und deshalb tut es mir Leid, dass das Abenteuer hier endet“, sagte Zenoni.

„Ich hätte Virtus nicht abgelehnt“

Die Trainerbank bleibt das Ziel für die Zukunft von Cristian Zenoni, der im Jugendsektor Erfahrung sammeln möchte, um dann eine Kampfmannschaft zu übernehmen. Der Traum eine 1. Mannschaft zu trainieren, wäre scheinbar fast in Erfüllung gegangen, wenn nur Virtus Bozen in der Serie D geblieben wäre. „Den Gerüchten darf man nicht immer glauben. Von meiner Seite aus hätte ich mir aber gut vorstellen können in Bozen zu arbeiten, weil die Zusammenarbeit mit dem FC Südtirol sehr gut ist und da hätte ich eine große Auswahl an mir bekannten Spieler gehabt. Leider ist Virtus abgestiegen und deshalb kam kein Kontakt zu stande.“ 


„Juve will die Champions“

Im Gespräch mit Zenoni konnten wir auch über Atalanta und Juventus, die gerade eine sensationelle Saison bestreiten, sprechen. Zwei Teams, die der 40-Jährige aus Bergamo selbst aus eigener Erfahrung gut kennt. „Ich denke, dass Atalanta weiterhin so stark bleiben wird und ich glaube nicht, dass so viele Spieler weggehen werden, um in anderen hochkarätigeren Clubs zu spielen. Der Grund ist zum einen, dass Atalanta keine kleine Mannschaft mehr ist und zum anderen dürfen sie die  Europa League bestreiten und das vor so tollen Fans. Für Juventus finde ich keine neuen Adjektive mehr, um diese Saison zu beschreiben. Ob es möglich ist, dass sie sich alle drei Trophäen holen? Der Kader ist dazu genau der richtige. In der Meisterschaft dürfte nichts mehr entgegenwirken und im Italienpokal denke ich, dass sie ihre höheren Qualitäten im Vergleich zu Lazio voll ausspielen werden. Die Champions League ist sicherlich das schwerste Ziel, aber zugleich auch das, was dem Verein am wichtigsten ist. Gegen Real wird es eine harte Partie“.



Alter: 96 Tag(e)