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Eva Lechner: Neue Quellen der Kraft

Eva Lechner mit Dr. Christian Thuile (rechts im Bild; Foto: Eva Lechner Privat)

Eva Lechner mit Dr. Christian Thuile (rechts im Bild; Foto: Eva Lechner Privat)

12. August 2017, 09:45 Mountainbike

Mountainbikerin Eva Lechner hat harte Zeiten hinter sich. Nach jahrelangem Erfolg in der Weltspitze folgte für die Eppanerin ein sportliches Burnout. Zu viel Training, zu viele Rennen, zu viel Stress. All das hat Spuren hinterlassen, vor allem psychisch.

Nach acht Italienmeistertiteln in Folge wollte Lechner bei den nationalen Meisterschaften Ende Juli ihr Meistertrikot behalten. Das erklärte Ziel misslang jedoch. Am Ende reichte es für die Überetscherin nicht einmal zu einem Podestplatz – Lechner musste sich mit Rang vier zufriedengeben. „Natürlich bin ich in diesem Moment sehr enttäuscht gewesen, aber manchmal geht es nicht anders. Ich bin das Rennen zu Ende gefahren. Das ist und bleibt immer meine Devise und das bin ich meinen Fans schuldig“, erklärt die 32-Jährige einige Wochen nach dem Rennen.

Nun lädt Lechner ihre Batterien auf und richtet ihren Blick nach vorn: „Meine nächsten Ziele sind der Heimweltcup in Val di Sole am 26. August und die Weltmeisterschaften zwei Wochen später in Australien“. Auf dem Weg dorthin holte sich die Eppanerin auch medizinischen Rat und wird seit kurzem von Dr. Christian Thuile betreut. Thuile ist in Südtirol kein Unbekannter: Der Medizinprofi war jahrelang Leiter der komplementärmedizinischen Abteilung im Südtiroler Gesundheitsbetrieb, hat diesen aufgebaut und fest etabliert.


Orientierungspunkt Gerhard Kerschbaumer

Neben dem neuen Medizincoach hat Lechner eine weitere neue Kraftquelle: Landsmann Gerhard Kerschbaumer. Der Verdingser, langjähriger Teamkollege in der Nationalmannschaft, raste am vergangenen Wochenende im Weltcup der Eliteprofis erstmals auf das Podest. „Ich hatte eine Megafreude, als Gerhard Dritter wurde. Sein Ergebnis zeigt, dass jeder Athlet einmal Tiefs durchzustehen hat, aber dann immer noch in die Weltspitze zurückkehren kann. Sein Ergebnis hat sich Gerhard mehr als verdient. Ich habe das Rennen live verfolgt und einen Luftsprung gemacht, als er sich im Zielsprint noch den dritten Platz krallte“, so Lechner.


Text: Dr. Josef Bernhart

 

Alter: 67 Tag(e)

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