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Stephen Curry sorgte für eine Sternstunde. © APA/getty / AL BELLO

Stephen Curry und der unfassbare NBA-Rekord

Michael Jordan oder LeBron James? Die Debatte um den besten Basketballer der Geschichte wird wohl nie enden. Auf Steph Curry aber können sich alle einigen: als den besten Schützen, den dieses Spiel bisher gesehen hat. Nun hat er auch den passenden Rekord.

Als ihm der NBA-Rekord ganz allein gehörte, riss Stephen Curry die Arme nach oben und klopfte sich auf die Brust. Sekunden später nahmen die Golden State Warriors eine Auszeit, um den historischen Moment ihres wichtigsten Spielers zu zelebrieren – und auch der erste TV-Werbespot während der Spielunterbrechung widmete sich nur dem Erfolg des 33 Jahre alten Basketball-Superstars. Der Dreier zum 12:10 am Dienstagabend (Ortszeit) war Nummer 2974 in der Karriere des so beliebten Aufbauspielers.


„Diese Zahl bedeutet mir viel“, sagte Curry dem TV-Sender TNT. „Ich habe sie sogar auf meinen Schuhen.“ Niemand in der NBA-Geschichte hat so oft von außerhalb der Drei-Punkte-Linie getroffen wie er – und derzeit läuft die 75. Saison der stärksten Basketballliga der Welt.

Sogar die gegnerischen Fans feierten ihn
Am Ende des 105:96-Erfolgs seiner Golden State Warriors gegen die New York Knicks hatte Curry den Bestwert auf 2977 ausgebaut und ließ sich mit den früheren Rekordhaltern Ray Allen und Reggie Miller fotografieren. „Das hier im Madison Square Garden zu schaffen, ist etwas Besonderes. Ich kann gar nicht sagen, wie geehrt ich bin wegen der Reaktion hier auswärts auf diesen Meilenstein“, sagte Curry. „Es ist ein sehr, sehr besonderer Abend.“ Warriors-Cheftrainer Steve Kerr fügte an: „Ich denke, diese Nacht war perfekt dafür.“

Der beste Werfer aller Zeiten: Stephen Curry (in blau). © APA/getty / AL BELLO


Die Menschen in der legendären Halle in Manhattan, obwohl mehrheitlich Fans der Knicks, feierten Curry, als wäre er einer der ihren. Damit zollten sie ihm den verdienten Respekt für eine schon jetzt beispiellose Karriere. Was Michael Jordan an Pionierarbeit für den Dunk und Dirk Nowitzki für den einbeinigen Fadeaway geleistet haben, hat der dreimalige NBA-Champion und zweimal zum wertvollsten Spieler der Saison gewählte Profi für den Dreier getan. In Currys erster NBA-Saison 2009/2010 gab es in einer NBA-Partie im Schnitt 18,1 Dreier-Versuche – in dieser Saison liegt dieser Wert je Team bei 35,4. „Er hat die Art, wie das Spiel gespielt wird, revolutioniert“, sagte NBA-Boss Adam Silver.
Einst wollte ihn (fast) kein College
In einer Sportart, wo sich etliche Stars deutlich oberhalb der Zwei-Meter-Grenze bewegen, ist Curry mit seinen 1,88 Metern so unauffällig, dass die meisten Universitäten dem Sohn eines ehemaligen NBA-Profis nicht mal ein Stipendium anbieten wollten. Nach der High School bekam das unscheinbare Jungtalent bloß ein einziges Angebot aus der höchsten Kategorie: vom Davidson College aus North Carolina. Dessen Trainer Bob McKillop nahm Curry damals unter seine Fittiche – und weilte 15 Jahre später unter den Zuschauern im Madison Square Garden, als Curry Basketball-Geschichte schrieb.

Schlagwörter: Basketball NBA Stephen Curry

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