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Lara Gut-Behrami ist die neue Weltmeisterin im Super-G. © APA/afp / FRANCOIS-XAVIER MARIT

Schweizer WM-Feuerwerk: Lara Gut bricht ihr Gold-Tabu

Die ersten Medaillen bei der Weltmeisterschaft in Cortina sind vergeben. Im Super-G der Damen setzte sich die große Favoritin durch, aber auch Mikaela Shiffrin gelang ein eindrucksvolles Kunststück, während die Azzurre leer ausgingen.

Diese Lara Gut-Behrami ist beeindruckend! Nach ihrem Kreuzbandriss im Frühjahr 2017 lief bei der Schweizerin in den vergangenen Saisonen wenig bis gar nichts zusammen. Und dann schlägt die exzentrische Ski-Dame, die seit dieser Saison nicht mehr im Privatteam, sondern mit der Nationalmannschaft trainiert, ausgerechnet im WM-Jahr so großartig zu: 4 der 5 Super-Gs im Weltcup konnte sie heuer gewinnen, nun folgte in Cortina die Krönung: Erstmals in ihrer Laufbahn kürte sich die 29-Jährige zur Weltmeisterin.


Gut-Behrami, die als Ski-Diva gilt und deshalb auch nicht unumstritten ist, hat sich also einen Traum erfüllt. 5 Mal war sie bei einer Weltmeisterschaft bisher aufs Podest gefahren, zur Goldmedaille reichte es für die Gesamtweltcupsiegerin von 2016 aber nie. Bis zum Donnerstag: In Cortina war sie als große Favoritin gestartet und wurde dieser Rolle eindrucksvoll gerecht.

Doppelsieg der Schweiz
Dabei war das Rezept simpel wie genial: Als einzige der Top-Athletinnen brachte Gut-Behrami bei bestem Wetter auf der Tofana einen fehlerlosen Lauf ins Ziel – im Gegensatz zu ihren Konkurrentinnen, die sich alle mindestens einen kleinen Schnitzer leisteten und auf dem sehr technischen Kurs somit wertvolle Hundertstelsekunden liegen ließen. Am nächsten kam Lara Gut-Behrami ihre Landsfrau Corinne Suter, die im Vorjahr die Super-G-Wertung gewinnen konnte, heuer aber noch nicht richtig in Fahrt gekommen war. Für die Schweiz begann die WM also mit einem Feuerwerk.
Shiffrin beeindruckt, Azzurre enttäuschen
Für einen Paukenschlag sorgte aber auch Mikaela Shiffrin. Die US-Amerikanerin hat am Donnerstag erstmals seit über einem Jahr wieder ein Speedrennen bestritten und ist prompt aufs Podest gerast. Der US-Star war in den Zwischenzeiten teilweise sogar schneller als Gut-Behrami, doch im Schlussteil leistete sich Shiffrin einen Fehler, der viel Zeit kostete. Trotzdem reichte es zu ihrer achten Medaille bei einer WM.

Mikaela Shiffrin holte ihre achte WM-Medaille. © APA/afp / ANDREAS SOLARO


Die Azzurre enttäuschten dagegen: Federica Brignone und Marta Bassino büßten über eine Sekunde auf die Siegerin ein und landeten auf den Rängen 10 und 11. Weil die beiden in der bisherigen Saison im Super-G schon aufs Podest gefahren waren, zählten sie auch in Cortina zu den Mitfavoritinnen. Doch am Ende fanden sich Brignone und Bassino auf der Tofana noch nicht zurecht und gingen leer aus.

Bereits um 13 Uhr steigt in Cortina das nächste Rennen: Dann sind nämlich die Herren mit ihrem Super-G dran. Dann greifen mit Dominik Paris und Christof Innerhofer auch die ersten Südtiroler ins WM-Geschehen ein.

Autor: det

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Kommentare (3)

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Hermann Zanier [melden]

PS zu vorhin: Bassino hat eine Sekunde am Start verloren! Den Rest hat ist fast gleich schnell gefahren wie die Siegerin. Doof, vor allem von den Trainern

11.02.2021 12:36

Hermann Zanier [melden]

Solange die Italienischen Damen nicht lernen, schneller zu starten, können sie nur bei besonderen Voraussetzungen vorne landen. Auf einer Piste wie Cortina ist man schon verkauft, wenn man am Start fast eine halbe Sekunde verliert. Dabei kann man den Start ja gut trainieren!

11.02.2021 12:19

Hermann Zanier [melden]

Solange die Italienischen Damen nicht lernen, schneller zu starten, können sie nur bei besonderen Voraussetzungen vorne landen. Auf einer Piste wie Cortina ist man schon verkauft, wenn man am Start fast eine halbe Sekunde verliert. Dabei kann man den Start ja gut trainieren!

11.02.2021 12:19

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