L Ski Alpin

Riccardo Tonetti hält die Südtiroler Fahne am Dienstag hoch.

Tonetti vertritt Südtirol bei WM-Premiere – Viele Stars schwänzen

Am Dienstag kommt es in Cortina d'Ampezzo zu einer Premiere in der Geschichte der Ski-Weltmeisterschaften.

Erstmals kommt das nun im Weltcup verankerte Parallel-Format zur Austragung, zudem sind erstmals eine Damen- und eine Herren-Einzel-Entscheidung zu einem Event verzahnt. Aus Sicht der Azzurri werden Federica Brignone, Marta Bassino, Laura Pirovano, Lara Della Mea bzw. Luca De Aliprandini, Giovanni Borsotti, Giovanni Franzoni und der Bozner Riccardo Tonetti an den Start gehen.


Zur Anwendung kommt das Format, das auch schon beim Weltcup in Lech/Zürs sehen konnte. Zunächst gibt es eine Qualifikation (ab 9 Uhr) mit nur einem Lauf, nur 16 Läufer kommen in die Entscheidung (ab 14 Uhr). Im Finale gibt es jeweils zwei Läufe pro Duell, jeder Athlet fährt einen roten und einen blauen Kurs ab. Der Torabstand beträgt zwischen 16 und 20 Meter, gefahren wird mit Riesentorlauf-Skiern.

Bricht der Medaillen-Bann am Dienstag?
Bei der Weltcuppremiere in Lech/Zürs konnte sich übrigens bei den Herren kein Azzurro für das Finale konzentrieren. Tonetti ging damals allerdings gar nicht an den Start. Dass er gut drauf ist, hat er am Montag in der Kombination (Platz 7) gezeigt.

Kann Marta Bassino Italien vom Medaillen-Fluch erlösen? © ANSA / LUCIANO SOLERO

Bei den Damen qualifizierten sich beim Weltcup in Vorarlberg immerhin Bassino und Brignone für die Finalläufe. Sie landeten schlussendlich auf den Plätzen 5 und 7. Am Dienstag wollen sie bei der Heim-WM natürlich um eine Medaille kämpfen, um eine ganze Nation endlich zu beruhigen.
Pinturault, Kristoffersen, Shiffrin & Co. nicht dabei
Angesichts des eng getakteten Zeitplans in der zweiten Woche der Ski-WM in Cortina werden aber gleich mehrere namhafte Techniker auf den Parallel-Bewerb am Dienstag verzichten. Bei den Herren fehlt der bisher zweimalige Medaillengewinner Alexis Pinturault aus Frankreich ebenso wie der Norweger Henrik Kristoffersen, bei den Damen „schwänzen“ sowohl die Gold- als auch die Bronze-Gewinnerin der Kombination, Mikaela Shiffrin und Michelle Gisin, den Event.

„Meine Zuneigung zum Parallel ist sehr, sehr gering“
Michelle Gisin

Die US-Amerikanerin Shiffrin hatte vor WM-Beginn entschieden, nur in Super-G, den sie mit der Bronzemedaille beendete, Kombination, Riesentorlauf und Slalom anzutreten. Gisin wird voraussichtlich nach Starts in Abfahrt und Super-G ebenfalls noch den Riesentorlauf und den Slalom bestreiten. „Meine Zuneigung zum Parallel ist sehr, sehr gering. Ich kann es auch eigentlich nicht so gut“, sagte die Schweizerin am Montag.


Autor: dl

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2021 Sportnews - IT00853870210