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Europa sicherte sich den Ryder Cup 2018. © APA/afp / ERIC FEFERBERG

Europäer holten Ryder Cup zurück und deklassierten USA

Europas Golfer haben beim 42. Ryder Cup die favorisierten US-Stars klar beherrscht und mit einem 17,5:10,5-Sieg souverän die wichtigste Team-Trophäe in diesem Sport zurückerobert. Die notwendigen 14,5 Punkte standen am Sonntag im Le Golf National bei Paris vor 51.000 Zuschauern bereits fest, als vier der zwölf Schlusseinzel noch nicht beendet waren. Matchwinner der Europäer war Francesco Molinari.

Der Italiener gewann als erster Golfer seit Larry Nelson 1979 alle seine fünf Matches, obwohl er zuvor noch nie eine Begegnung im Ryder Cup für sich entschieden hatte. Freitag und Samstag hatte der Leader der europäischen Order of Merit mit Tommy Fleetwood alle vier Teammatches gewonnen, am Sonntag sorgte er mit einem 4 und 2 gegen US-Routinier Phil Mickelson für den vorzeitigen Siegpunkt. Der Gewinn stand genau genommen freilich schon bei seine Tee-Shot fest, weil den Europäern zu diesem Zeitpunkt nur noch ein Punkt fehlte und drei Unentschieden gesichert waren.

Europas Premieren-Kapitän Thomas Björn strahlte natürlich. „Dieses Team war so unglaublich entschlossen und willensstark. Es war ein leichter Job für mich“, freute sich der Däne. Dabei waren die Europäer angesichts der Weltranglisten-Platzierungen ihrer Gegner und deren vieler Major-Titel als klare Außenseiter ins Rennen gegangen. Aber wieder einmal setzte sich beim im Matchplay-Format gespielten Ryder Cup Zusammenhalt und Teamgeist durch, zudem hatte Björn seine Wild Cards allesamt an Routiniers vergeben. „Weil sie in der Lage sind, unter Druck zu liefern“, erklärte er.

Nach den vier Auftakt-Doppel am Freitag noch 1:3 zurück, drehten die Gastgeber in den Vierball-Matches prompt groß auf und gingen schließlich mit einer 10:6-Führung in den Schlusstag mit seinen 12 Einzelpartien. Dort ließen sie sich nicht mehr aus der Spur bringen. Zudem stellten die Europäer die Spieler des Wochenendes. Neben Molinari und Fleetwood glänzte auch Sergio Garcia. Der Spanier ist mit 25,5 Punkten nun der erfolgreichste Ryder Cupper überhaupt. Molinari wiederum jubelte: „Das bedeutet mir mehr als jedes gewonnene Major.“

Autor: apa

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