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Armand Duplantis (r.) und Renaud Lavillenie liefern sich ein Fernduell. © SID / THIERRY ZOCCOLAN

Mit Duplantis und Johaug: Spektakulärer „Diamond-League-Ersatz“

Armand Duplantis trifft im Gigantenduell des Stabhochsprungs auf Renaud Lavillenie, Hürden-Überflieger Karsten Warholm greift nach dem Weltrekord, und Skilanglauf-Queen Therese Johaug will die Tartanbahn erobern: Das Leichtathletik-Meeting in Oslo fährt die gewohnte Ladung Topstars auf, ansonsten ist in diesem Jahr alles anders.

In Zeiten der Coronakrise ist das Sportfest im Bislett-Stadion am Donnerstagabend dieses Mal kein offizieller Teil der bislang komplett ins Wasser gefallenen Diamond League. Stattdessen sollen spektakuläre Showkämpfe Lust auf „die Zeit danach“ machen.


„Du hast zwei Möglichkeiten - aufgeben oder nach Möglichkeiten suchen“, sagte Steinar Hoen. Der Hochsprung-Europameister von 1994 und Osloer Meetingdirektor entschied sich für Letzteres und machte aus den ruhmreichen „Bislett Games“ kurzerhand die „Impossible Games“, die unmöglichen Spiele.

Eine große Show
Mit gewohnter Leichtathletik haben diese zwar nicht wirklich viel zu tun, ihr Programm ist aber einzigartig und mit Sicherheit perfekt TV-tauglich. „Das wird eine große Leichtathletik-Nacht“, glaubt Sebastian Coe, Präsident des Weltverbandes World Athletics.

Jahrhundert-Talent Duplantis - im Februar hatte der Schwede Lavillenies Weltrekord von 6,16 m auf zunächst 6,17 und dann auf 6,18 m gesteigert - tritt am Donnerstag in Oslo gegen den Norweger Sondre Guttormsen an. Sein eigentlicher Konkurrent fliegt indes rund 1500 km entfernt: Der Franzose Lavillenie muss auf seiner hauseigenen Anlage in seinem Garten in Perignat-les-Sarlieve dagegenhalten.

Der zweimalige Weltmeister Warholm greift bei seinem Heimspiel die Weltbestmarke über die selten gelaufenen 300 m Hürden an - diese hält im Freien seit 2002 der Chris Rawlinson mit 34,48 Sekunden, Warholm lief allerdings bereits in der Halle unter nicht gänzlich vergleichbaren Bedingungen 34,26.
Fernduell mit Kenia
Die zehnmalige Loipen-Weltmeisterin Johaug zeigte bereits im Vorjahr als norwegische Meisterin im 10.000-m-Lauf, dass sie nicht unbedingt Schnee benötigt, um schnell zu sein. Am Donnerstag tritt die 31-Jährige solo über diese Distanz an. Die Ingebrigtsen-Brüder Filip, Henrik und Jakob nehmen es in einem 2000-m-Mannschaftsrennen mit einem kenianischen Team um Weltmeister Elijah Manangoi auf, das im heimischen Nairobi läuft.

Der Start der regulären Saison in der Diamond League, die eigentlich am 17. April in Doha beginnen sollte, ist für den 14. August in Monaco geplant. Die Serie soll noch elf statt ursprünglich 15 Meetings umfassen.

Autor: sid

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