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Egon Zanon mit seinem Peugeot S2000 Zanon beim "4. Rally della Carnia"

Bernd Zanon mischt beim „Rally della Carnia“ ganz vorne mit - VIDEO

Im Juli fand in den Karnischen Alpen rund um Ampezzo die „4. Rally della Carnia“ statt. Unter den Startern befand sich auch der Eggentaler Bernd Zanon mit seinem Peugeot S2000.

Bei brütender Hitze - 34 Grad im Schatten und über 60 Grad im Rennwagen - gestaltete sich das Rennen in den Karnischen Alpen äußerst schwierig und belastend für Mensch und Maschine. Trotzdem gelang es dem 37-Jährigen ganz vorne mitzumischen und hielt zudem auch ortskundige Piloten, die teilweise mit stärkeren Autos antraten, in Schach. Der Eggentaler kämpfte sogar ums Podest in der Gesamtwertung. Nach 340 Rennkilometern fehlten am Ende 2,8 Sekunden auf den dritten Platz in der Gesamtwertung. In seiner Klasse und Kategorie gewann er mit über drei Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten.

„Ich habe mir so ein Ergebnis nicht erwartet, da wir auf dieser Strecke mit unserem Auto der Konkurrenz mit Turbomotoren ganz klar unterlegen waren. Wir haben nicht nur fahrerisch große Fortschritte gemacht - wir merken von Rennen zu Rennen, dass wir die gesamten Fahrzeugeinstellungen, die Telemetrie und das Setup immer besser in den Griff bekommen. Inzwischen bringen wir den Wagen so ziemlich an seine Grenzen.“


Aller Anfang ist schwer

Bernd Zanon ist selbständig im Industriebereich tätig, während sein langjähriger Co-Pilot Florian Zelger Generalsekretär des Südtiroler Landtags ist. Zelger kann aufgrund seines Berufes nicht mehr regelmäßig mitfahren. Seine ersten Rennen fuhr der Eggentaler mit einem Peugeot 106, den er 2005 in mühevoller Kleinarbeit zu einem Rallyeauto der Kategorie N2 umgebaut hatte. Die ersten Bewerbe waren vor allem von technisch bedingten Ausfällen geprägt. Mit einem neuem Getriebe kam dann der Umschwung: 2006 holte sich Bernd in drei Rennen zweimal den Klassensieg.

Nach einer gesundheitlichen Zwangspause meldete er sich 2010 im internationalen Rallyesport erfolgreich zurück. In diesem Jahr heimste er in Deutschland, Österreich, Slowenien und Italien vier Klassensiege ein. Ein Jahr danach wiederholte er seine eindrucksvolle Leistung und strebte demnach einen Aufstieg in eine höhere Kategorie an. Dank der Sponsoren wurde 2012 ein Renault Clio 1600 mit rund 250 PS angekauft. Zanon kam mit dem frontgetriebenen Wagen sofort zurecht und holte sich gleich im ersten Jahr die Gesamtwertung im mitteleuropäischen Mitropa-Cup, die auch als „Rally-Europameisterschaft der Privatfahrer“ bezeichnet wird. Der Cup, der seit 1965 ausgetragen wird, wurde in den 20 Jahren zuvor immer nur von Allrad-Autos gewonnen. 2013 stieg Zanon wieder auf einem Peugeot um und legte sich einen Peugeot S2000 zu. Mit diesem Wagen wird er auch am 27. August bei der „Rally delle Alpi Orientali“ in Cividale del Friuli wieder im Einsatz sein.


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Quelle: YouTube


Autor: sportnews

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