5 Formel 1

Steht in Brasilien zurzeit besonders unter Beobachtung: Lewis Hamilton. © APA/afp / CARL DE SOUZA

Tränen, Erleichterung, Kritik – Die Stimmen zum Brasilien-Sprint

Nach dem Sprintrennen vom Samstag gab es viel Redebedarf. Die Untersuchungen gegen Max Verstappen und Lewis Hamilton und die darauf folgenden Strafen sorgten für Gesprächsstoff. Doch auch abseits der beiden Superstars gab es interessante Einblicke.

16 Überholmanöver in 24 Runden – Wie entfesselt bahnte sich Lewis Hamilton am Samstag seinen Weg durch das Fahrerfeld. Aufgrund seiner Disqualifikation wegen eines technischen Verstoßes musste er den Sprint vom letzten Startplatz angehen. Durch seine neue Power Unit konnte er aber auf mehr Leistung als seine Konkurrenz zurückgreifen. Trotz des Schubs überraschte jedoch die Dominanz seines Mercedes.


„Ich hatte keine Ahnung, was möglich war. Als ich da hinten stand, dachte ich mir, dass ich vielleicht Zehnter werden kann. Ich bin wirklich dankbar dafür, Fünfter geworden zu sein“, so der siebenmalige Weltmeister nach dem Sprintrennnen. Wegen seiner Grid-Strafe aufgrund seines Motorenwechsels startet Hamilton im Rennen am Sonntag nur von Platz 10. Der Mercedes-Pilot zeigt sich aber kämpferisch: „Das wird hart, aber ich bin in einer viel besseren Position als heute. Das wird bei wärmeren Bedingungen und weiter vorne morgen aber schwieriger.“

Tränen bei Mazepin – Wolff fühlt sich unfair behandelt
Etwas weiter hinten steht Nikita Mazepin im teaminternen Duell von Haas weiter unter Druck. Der Russe musste sich wieder einmal mit dem letzten Platz zufrieden geben und lag deutlich hinter seinem Teamkollegen Mick Schumacher zurück.

Am Freitag brachte er nach seinem enttäuschenden Qualifying seinen Frust zum Ausdruck: „Die Jungs haben einen richtig guten Job gemacht, ich konnte hier auch nicht im Simulator fahren. Ja, ich habe es verbockt...“, dann musste Mazepin mit seinen Tränen kämpfen. Dies zeigt, welchem Druck der Haas-Pilot zurzeit ausgesetzt ist.

Muss sich in der Formel 1 beweisen: Nikita Mazepin. © ANSA / JOSE MENDEZ

Mercedes-Teamchef Toto Wolff sah indes in der DRS-Affäre um Hamiltons Boliden einen Affront. Früher seien derartige Vergehen nicht sofort den Stewards vorgelegt worden. Vielmehr hätte man einander auf etwaige Fehler oder Verstöße hingewiesen und darum gebeten, sie in Ordnung zu bringen.

Daher begegnete er Red Bull mit einer Kampfansage: „Wir werden bei den Anderen jetzt auch mit strengerem Auge hinschauen, jedes einzelne Tape anschauen. Ich kann versprechen, die nächsten Rennen werden wir sehr viele Fragen stellen. Es gab mal so etwas wie ein Gentlemen's Agreement. Es gibt aber offensichtlich keine Gentlemen mehr.“

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