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Die Eroica Dolomiti war ein voller Erfolg, das konnte man schon an der Teilnehmerzahl beim Start erkennen. © PAOLO MARTELLI

Eroica Dolomiti: Radfahrer bieten dem Wettergott die Stirn

Am vergangenen Wochenende machte die Eroica zum 3. Mal Halt in Innichen. Bei grausigem Wetter ließen es sich die knapp 300 Teilnehmer nicht nehmen, sich als Radsport-Helden zu beweisen.

Was ist Eroica?
Die Eroica hat seinen Ursprung in der toskanischen Region Chianti und soll an die Zeiten erinnern, als Radfahrer noch als Helden galten. Mittlerweile hat das Vintage-Radsport-Event auch Ableger in allen Teilen der Welt, z.B. Südafrika, Kalifornien, Japan und zuletzt auch in Innichen.
Bei Regen, Nebel und eisigen Temperaturen
Das Abenteuer startete kurz nach 8 Uhr in Innichen, als die Teilnehmer in ihren fast 30 Jahre alten Fahrrädern in Richtung Cortina aufbrachen. Unter den Athleten gab es auch die ein oder andere Prominez zu begrüßen, angeführt vom Giro-d'-Italia-Sieger des Jahres 2004, Damiano Cunego. Zunächst hielt sich das Wetter noch, beim Aufstieg zum Passo Tre Croci begann es aber wie aus Eimern zu schütten. Bei der Verpflegungs-Station am Misurina See stärkten sich die Teilnehmer, einige traten die Rückkehr nach Toblach an, aber der Großteil wagte den nächsten Schritt in Richtung Ziel.

Die Freude am Radfahren ließen sich die Eroica-Teilnehmer auch vom Wetter nicht nehmen. © PAOLO MARTELLI

Das Wetter wurde auch bei der Abfahrt durch das Pragser Tal in Richtung Niederdorf nicht freundlicher, was einige dazu bewegte, dann doch den Heimweg über Toblach nach Innichen anzutreten. Die Wagemutigsten trauten sich dennoch, den letzten Anstieg in Richtung Silvesteralm anzutreten. Die Teilnehmer, die es bis dahin geschafft haben, können sich stolz als hart gesottene Radhelden bezeichnen.

Viel Lob bei der „Cena Eroica“
Die „Cena Eroica“ auf der Riese Haunold Hütte bildete den Abschluss des Vintage-Radsport-Events. „Wenn ich mich unter Gleichgesinnten befinde, dem sogenannten Eroica-Volk, dann kann es mir nur gut gehen. Hier in den Dolomiten zu sein ist ein Spektakel. Diese Berge und der Radsport gehören einfach zusammen – ein bisschen so wie die Region um Chianti und dessen Schotterwege. Die Gastfreundschaft, die uns Eroica-Teilnehmern in Innichen entgegengebracht wird, ist herausragend“, lobpreiste der Eroica-Erfinder Gianfranco Brocci die 3. Eroica Dolomiti und gab im Anschluss bekannt, dass im September 2020 auch die 4. Etappe veranstaltet wird. Dann werden Hunderte Teilnehmer wieder in den 30 Jahre alten Radsattel springen – vielleicht spielt dann ja auch der Wettergott mit.

Autor: fs

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