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Renndirektor Peter Runggaldier (r.) nahm die italienischen Biker in Empfang

„Azzurri“ nehmen den WM-Parcour in Gröden unter die Lupe

Die "UCI MTB Marathon Weltmeisterschaft 2015" tritt allmählich in ihre heiße Phase. So befinden sich derzeit die Mitglieder der italienischen Nationalmannschaft in Gröden, um vom 1. bis zum 5. Juni ihren letzten Trainingslehrgang vor der WM am 27. Juni auf dem Parcours des Südtirol Sellaronda Hero durchzuführen.

„Wir wollen nichts dem Zufall zu überlassen“, sagt der Cheftrainer und Cross-Country-Weltmeister von 1997, Hubert Pallhuber. „Hauptgrund unseres Trainingslehrganges ist die Feinabstimmung in den unterschiedlichsten Bereichen, weil am Renntag alles zusammenpassen muss und das Team in der WM-Woche erst kurzfristig anreisen wird.“ Zudem kennen noch nicht alle italienischen WM-Teilnehmer dieStrecke im Detail, weshalb gewisse Abschnitte gezielt unterdie Lupe genommen werden müssen.

Der italienische Radsportverband FCI hat folgenden Athletinnen und Athleten ins Trainingslager nach Gröden einberufen: Johnny Cattaneo (Team Selle San Marco-Trek), Damiano Ferraro (Team Selle San Marco-Trek), Elena Gaddoni (Scapin Soudal Pro Racing Team), Tony Longo (Bianchi I.Idro Drain), Daniele Mensi (Scapin Soudal Pro Racing Team), Samuele Porro (Silmax X-Bionic Racing Team), Luca Ronchi (Repartosport-Leecougan), Daniela Veronesi Torpado Factory Team). Nur Cattaneo musste krankheitsbedingt dem Trainingslager fernbleiben.

Die Topfahrer des italienischen Teams führen ihre Trainingseinheiten auf dem WM-Parcours täglich zwischen 7.30- und 16 Uhr durch. Dabei geht es vordergründig um die Abstimmung zwischen Athleten, Masseuren, Betreuern und Mechanikern, „denn auch der richtige Zeitplan muss abgestimmt werden.“

Mechanisch gesehen sticht vor allem eine Begebenheit ins Auge. Die Techniker haben zusammen mit den Athleten nämlich herausgefunden, dass sich das vordere Kettenblatt mit 28 Zähnen besser für die extrem steilen Anstiege des Südtirol Sellaronda HEROeignet, als jenes mit 30 Zähnen. Je höher die Anzahl der Zähne des Kettenblattes ist, desto schwieriger wird es nämlich für die Athleten die mörderischen Anstiege rund um das Sellamassiv in den Dolomiten zu bewältigen. „Wir sind natürlich bemüht, uns an die Charakteristiken eines jeden einzelnen Sportlers anzupassen“, fügt der Trainer hinzu.

Einige Biker sind gerade vom Höhentrainingslager in Livigno zurückgekehrt, weshalb sie auf dem Sellajoch in 2000 Meter Höhe übernachten und nicht wie der Rest der Mannschaft in Plan bei Wolkenstein.

Nächste Woche wird die norwegische Olympiasiegerin und fünfmalige Marathon-Weltmeisterin Gunn-Rita Dahle-Flesjå in Gröden zum Training erwartet.

Autor: sportnews

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