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Licht und Schatten gab es am ersten Turniertag der Bozner Faustballer

Bozens Faustballer bezahlen am ersten EM-Tag Lehrgeld

Nichts zu holen gab es am Freitag für die Bozner Faustballer bei der Europameisterschaft in Grieskirchen in Oberösterreich. In der Gruppe mit den drei Titelanwärtern Österreich, Schweiz und Deutschland blieb am Ende nur der vierte Platz.

Coach Jörg Ramel zeigte sich dennoch zufrieden: „Wir hatten heute die Möglichkeit, auch unseren jüngeren Spielern Einsatzzeiten zu geben, so dass sie Erfahrungen auf allerhöchstem Niveau machen konnten. Bei dieser Hammergruppe musste man vom vierten Platz ausgehen und so haben wir heute unsere Kräfte geschont und noch nicht alle Karten aufgedeckt.“

Das Turnier begann für Bozen schon erdenklich schlecht: Routinier Tobias Prudenziati konnte die Reise nach Österreich aufgrund einer schweren Grippe-Erkrankung nicht antreten.

Der Anfang der Auftaktpartie gegen Österreich war trotzdem sehr vielversprechend. Dank des druckvollen Services von Armin Runer und guten Defensivaktionen führte Faustball Italia mit 6:4. Dann jedoch fing sich der Favorit und gewann schlussendlich klar mit 11:7 und 11:6.

Nicht viel besser ging es gegen die Schweiz. Kurzzeitig schafften es die Bozner, den Anschluss im ersten Satz wiederherzustellen, doch mussten sie am Ende mit 7:11 und 3:11 die Segel streichen. Im zweiten Satz hatte der Cheftrainer seinen jungen Spielern Einsatzzeiten gegeben, diese hatten dem hohen Niveau der Eidgenossen noch nichts entgegenzusetzen.


Höchststrafe von Deutschland

Nach der Vorrunde bestätigte sich wieder eindrucksvoll, dass der Titel auch heuer wieder wohl nur über Deutschland gehen wird. Die Hausherren aus Österreich schossen sie mit 11:5 und 11:3 vom Platz. Und gegen Italien legte der Weltmeister noch einen drauf: Nach einem 11:5 spielte sich Deutschland im zweiten Satzin einen wahren Rausch und ließden Boznern nach spektakulären Ballwechseln nicht einmal einen Punkt.


In K.O.-Runde gegen Tschechien

Ab nun heißt es für alle Teams „Siegen oder fliegen“. Im Viertelfinale treffen die Bozner Faustballer am Samstag um 10.30 Uhr auf einen alten Bekannten. Die Tschechische Republik hat nämlich die Vorrunde der Gruppe B gewonnen. In diesem Spiel gelten Runer & Co. als klare Favoriten.

In einem eventuellen Halbfinale am Nachmittag würde wohl wieder Deutschland auf die Bozner warten.



Autor: sportnews