F Olympia 2018

Proteste im Hafen von Mukho © SID / ED JONES

Nordkorea beleidigt Demonstranten im Süden als „menschlichen Abschaum“

Nordkorea hat mit wüsten Beschimpfungen auf südkoreanische Aktivisten reagiert, die am Dienstag gegen eine Teilnahme des Landes an den Olympischen Winterspielen in südkoreanischen Pyeongchang protestiert hatten. Die Demonstration im Hafen von Mukho nannte Pjöngjang einen „Krampf der Psychopathen“.

Hunderte von konservativen Südkoreanern hatten am Dienstag in Mukho demonstriert, als ein Schiff aus Nordkorea mit 120 Darstellern für eine Aufführung im olympischen Rahmenprogramm angelegt hatte. Einige von ihnen zeigten Bilder des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Un, die mit einem X durchkreuzt waren. Andere verbrannten nordkoreanische Flaggen und Fahnen der koreanischen Einheit.
„Jede Beleidigung der herrschenden Kim-Dynastie provoziert den Zorn des Nordens“, teilte Nordkorea mit und bezeichnete die Teilnehmer an der Protestaktion als „menschlichen Abschaum“.

Die Künstlergruppe aus dem Norden verbrachte die Nacht an Bord und betrat erst am Mittwoch zu einer Probe südkoreanischen Boden. Die Truppe Samjiyon Orchestra mit 140 Artisten tritt am Donnerstag im Rahmenprogramm der Spiele am Donnerstag im Olympiaort Gangneung und am Sonntag in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul auf.

Die Olympischen Spiele haben auf der geteilten koreanischen Halbinsel zu einer raschen politischen Annäherung geführt. Die offiziell noch verfeindeten Nord- und Südkorea werden bei den Spielen erstmals mit einem gemeinsamen Frauen-Eishockey-Team antreten. Insgesamt starten 22 nordkoreanische Athleten in fünf Disziplinen in Pyeongchang.

Autor: sid

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