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CONI-Chef Giovanni Malagò begrüßte die Entscheidung des IOC. © AFP / FABRICE COFFRINI

Sportwelt atmet nach Olympia-Verlegung auf: „Sieg der Vernunft“

Nach langem Hin und Her wurden die Olympischen Sommerspiele 2020 schließlich doch verschoben. Für zahlreiche Verbände und Athleten eine große Erleichterung. SportNews hat einige Stimmen zusammengepackt.

Lange Zeit hat sich das Internationale Olympische Komitee gegen eine Verschiebung der Spiele 2020 in Tokio gewehrt. Seit Dienstagnachmittag ist es offiziell, dass die Olympischen Sommerspiele um ein Jahr nach hinten verschoben werden. Und so werden tausende Sportler nicht im Sommer 2020, sondern erst 2021 in Japan auf Medaillenjagd gehen.

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CONI-Chef Giovanni Malagò teilt die Meinung von vielen und betont, dass die Olympischen Sommerspiele nur aufgeschoben und nicht aufgehoben sind: „Gäbe es nicht so eine Ausnahmesituation, wäre über eine Verschiebung niemals nachgedacht worden. Mein Gedanke ist bei den Athleten, die jetzt Klarheit über die Zukunft haben und Entscheidungen treffen können. Ich denke, dass unsere Sportler im nächsten Jahr voller Emotionen und Leidenschaft die Spiele in Tokio in Angriff nehmen.“

FIDAL-Präsident Alfio Giomi hält die Verschiebung für eine richtige Entscheidung: „Es war eine unausweichbare Konsequenz der Geschehnisse der vergangenen Tage. Die Verschiebung hilft auf den Athleten, die bei einer Austragung im anstehenden Sommer große Schwierigkeiten mit der Vorbereitung gehabt hätten.“

„Mein erster Gedanke? Verdammt, jetzt muss ich noch ein Jahr weitermachen.“
Schwimmstar Federica Pellegrini

Italiens Superschwimmerin Federica Pellegrini schilderte in einem Video, dass sie die Verschiebung nicht nur positiv sieht. „Mein erster Gedanke war: Verdammt, jetzt muss ich noch ein Jahr lang schwimmen. Ich kann noch immer nicht aufhören, das ist wohl ein Witz“, so die 31-Jährige mit einem Schmunzeln im Gesicht. Mit deutlichen ernsterem Ausdruck fügte Pellegrini an: „Im Grunde ist die Verschiebung, in Zeiten wie diesen, alternativlos.“
Zustimmung auch in Österreich
Auch in Österreich stieß die Olympia-Verschiebung auf breite Zustimmung. Sportminister Walter Kogler meinte etwa: „Ich begrüße die Entscheidung, die Spiele von Tokio zu verschieben als weiteren Sieg der Vernunft und freue mich, dass das IOC, wie erhofft und erwartet, die Gesundheit aller Teilnehmer als wichtigste Entscheidungsgrundlage herangezogen hat.“

Autor: cst

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