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Andrea Lovotti und die Squadra Azzurra müssen sich von der Rugby-WM verabschieden. © APA/afp / ADRIAN DENNIS

Tränenreiches Aus: Italien fliegt wegen Taifun aus Rugby-WM

Weil das Spiel zwischen Italien und Neuseeland abgesagt werden musste, sind die Azzurri ohne zu spielen aus der Rugby-WM ausgeschieden. Auch andere Teams könnte es noch treffen.

Am Samstag hätten sich Italien und Neuseeland im entscheidenden Gruppenspiel um das Weiterkommen in Yokohama duelliert. Doch daraus wird nichts, das Spiel wurde abgesagt. Aus Sicherheitsgründen, denn am Samstag soll der Jahrhundert-Taifun Hagibis auf das japanische Festland treffen.

Italiens Ghiraldini in Tränen
Obwohl Neuseeland als klarer Favorit in die Partie gegangen wäre, hatten sich die Azzurri durchaus noch Chancen auf ein Weiterkommen ausgerechnet. Doch die Spielabsage machte die Hoffnungen der Italiener zunichte, das Match wurde mit 0:0 gewertet. Dadurch bekamen beide Teams zwei Punkte in der Tabelle gutgeschrieben, die Neuseeland (16) damit zum Gruppensieger machen. Auf dem 2. Rang liegt Südafrika (15) und Italien (12) guckt als Drittplatzierter der Gruppe B in die Röhre.

Leonardo Ghiraldini hat hart für sein Abschlussspiel geackert, jetzt fällt es dem Taifun zum Opfer. © APA/afp / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT


Besonders bitter ist die Absage für Leonardo Ghiraldini. Der Azzurro hat sich nach einem Kreuzbandriss zurück in die Nationalmannschaft gekämpft und wollte nach dem Match gegen die All Blacks seine Karriere beenden. Weil der 35-jährige Ghiraldini monatelang auf sein Comeback hingearbeitet hatte, brach er bei der Verkündung der Spielabsage in Tränen aus.
Schottland ist ebenfalls bedroht
Übrigens: Schottland droht dasselbe Schicksal wie der italienischen Rugby-Nationalmannschaft. Ihr Gruppenspiel gegen Japan ist ebenfalls vom Taifun bedroht. Sollte das Match ebenfalls abgesagt werden, würden die Schotten ohne zu spielen ausscheiden. Fix nicht ausgetragen wird das Duell zwischen England und Frankreich. Das spielt allerdings weniger eine Rolle, denn beide Mannschaften sind bereits für die nächste Runde qualifiziert.

Währenddessen wurde auch Kritik am internationalen Rugby-Verband laut. Doch dieser verteidigte seine Entscheidung, die WM während der Taifunsaison in Japan auszutragen.

Autor: cst

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