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In Wimbledon ausgeschieden: Andreas Seppi © Getty Images Europe / George Wood

Angeschlagener Seppi unterliegt Kudla

Für einen angeschlagenen Andreas Seppi ist das 64. Grand-Slam-Turnier in Folge in der zweiten Runde zu Ende gegangen. Der Kalterer verlor in Wimbledon gegen einen stark spielenden Denis Kudla.

Am Montag war Andreas Seppi in seinem Erstrundenmatch mit Joao Sousa auf einen waschechten Sand-Spezialisten getroffen. Zwei Tage später änderte sich die Ausgangslage dramatisch, zumal auf der anderen Seite des Netzes ein Rasenspieler par excellence stand. Der 28-jährige Denis Kudla weist nämlich auf jedem Belag eine tief negative Bilanz auf – nur auf Rasen ist das Verhältnis zwischen Siege und Niederlagen positiv. Dass er sich in Wimbledon pudelwohl fühlt, bewies er am Mittwochabend und schlug Seppi mit 6:2, 6:4 und 6:2.


Seppi kam zu Beginn des Matches nur langsam aus den Blöcken, wurde von der Aggressivität des Weltranglisten-112. überrascht. Der US-Amerikaner attackierte, sobald sich ihm die Chance bot. Und er tat dies mit Erfolg: Kudla traf jeden Ball wie gewünscht, während Seppi vor allem auf der Rückhand nicht das Tempo mitgehen konnte und deshalb Fehler einstreute. Ein schnelles 4:0 war die Folge. Fortan fand der Kalterer aber besser ins Spiel und gestaltete das Geschehen offener. Den Rückstand konnte er, auch weil Kudla gut servierte, jedoch nicht wettmachen – 6:2.

Der Rücken zwickt
Seppi ließ sich nicht unterkriegen und glaubte – bestärkt durch das Ende des ersten Satzes – an seine Chance. Dabei merkte man dem 37-Jährigen an, dass er nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war. Und tatsächlich rief Seppi nach einem weiteren Break zu seinen Ungunsten den Physiotherapeuten auf den Platz. Dieser behandelte den Routinier im unteren Rückenbereich, der Seppi immer wieder plagt. Nach der Behandlungspause spielte er tapfer weiter, einen Breakball konnte sich Seppi wie bereits im ersten Durchgang aber nicht erkämpfen, sodass Kudla auch den zweiten Satz mit 6:4 für sich entschied.

Die weiße Fahne wollte der Kalterer trotz der Rückenschmerzen nicht hissen – das gehört nicht zu seiner DNA. Er biss auf die Zähne, holte ein Break zu Beginn des dritten Satzes auf und verwöhnte die Zuschauer mit tollen Schlägen. Wegen seines lädierten Rückens hatte er allerdings beim Aufschlag große Probleme, die Kudla knallhart ausnützte. So entriss der US-Boy Seppi zwei weitere Male den Aufschlag – und verwandelte nach rund anderthalb Stunden seinen ersten Matchball.
Positive Bilanz
Trotz dieser Niederlage kann Seppi zufrieden auf die zurückliegende Rasen-Saison blicken. Er hat beim ATP-250-Turnier in Eastbourne das Viertelfinale und in Wimbledon die zweite Runde erreicht. Damit klettert er in der Weltrangliste voraussichtlich auf Rang 85, wodurch die Teilnahme an den US Open so gut wie fest steht. Und damit würde er mit einem gewissen Roger Federer gleichziehen, der ebenfalls an 65 Grand Slams in Folge teilgenommen hat. Allein das ist Anerkennung genug für eine ohnehin grandiose Karriere.

Schlagwörter: Tennis

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